| In English |
| In English |
![]() |
| Image: the Kuhstall natural bridge, old postcard around 1908. |
Das Elbsandsteingebirge ist von Sandstein geprägt, wie der Name bereits vermuten lässt. Das Gestein verwittert und bildet charakteristische Felstürme und Stufen. Diese Landschaft ist ganz typisch und lässt sich am ehesten mit den Erosionslandschaften des Amerikanishen Westens vergleichen, auch wenn sie natürlich nicht so grandios ist. Der kreidezeitlich Sandstein wurde in einem Flachmeer abgelagert. Quarzsand wurde verbunden durch eine Matrix mit einem sehr hohen Anteil an Eisenoxid was zu einer intensiven dunkelroten Farbe führte.
Massive Schichten aus hartem Sandstein wechseln mit meist dünneren, weicheren tonigen Schichten. Die tonigen Schichten sind Wasserstauer und füphren deshalb zur Bildung von Quellen. Da die Schichten sowohl weicher sind als der Sandstein und zudem einer stärkeren erosiven Wirkung durch das Wasser ausgesetzt sind bilden sich häufig horizontale Einbuchtungen, Felsbänder und Halbhöhlen. Werden diese Höhlen tiefer, bricht der vorderste Rand der Felswand ab. Durch die am Fuße fliessende Elbe wird das Bruchmaterial abtransportiert. Durch diesen fortwährenden Prozess werden die Kanten sozusagen geschärft. Oder anders augedrückt: die Erosion ist die Ursache der bizarren Felsen und erhält sie auch, obwohl man eigentlich annehmen sollte, dass sie die Felsen abrunden und verflachen sollte.
Wie bereits erwähnt gibt es horizontale, schichtgebundene Höhlen die durch die Verwitterung entlang etwas weicherer tonreicherer Schichten entstehen. Wirkt der Ton als Wasserstauer kann sich hier eine kleine Quelle befinden. Doch diese Höhlen sind trotz ihres beeindruckenden Grundrisses meist sehr klein. Sie sind breit, doch meist erstrecken sie sich nicht sehr tief in den Fels hinein und sind zudem meist sehr niedrig und nur schlufend zu befahren.
Ein weiterer verbreiteter Höhlentyp ist die
tektonische Höhle,
sowohl
Spalten-
als auch
Versturzhöhlen.
Spaltenhöhlen entsteht durch die Bewegung großer Felsblöcke,
meist auf den schwächeren tonreichen Schichten, die als Gleitmittel dienen.
Dadurch entstehen sehr große Spalten, die entweder nach oben offen sind
wie die Himmelsleiter, oder eben echte Höhlen sind, wenn sie
geschlossen sind.
Weiterhin gibt es Versturzhöhlen, die einfach Spalten zwischen den
Versturzblöcken am Fuß der Felswände sind.
Das Gebiet ist durchaus Höhlenreich, dennoch ist es kein Karstgebiet. Die Höhlen sind vorwiegend sehr kleinräumig. Einige Geologen tendieren dazu das Gebiet als Sandsteinkarst zu bezeichnen, ein Begriff der eigentlich ein Oxymoron ist. Bei genauer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass die Diskussion sich lediglich um die Verwendung des Begriffes Karst geht. Die bei der Bildung der Höhlen ablaufenden Prozesse sind weitgehend bekannt.
| Hauptseite | Deutschland |
| Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck. |
Benutzerdefinierte Suche
|
Landkarten Alphabethisches Register |
Änderungen und Kritik: |
Allgemeine Informationen |