| Ort: |
Zirl.
(47.2693906, 11.2692804) |
| Öffnungszeiten: |
frei zugänglich. [2025] |
| Eintrittspreise: |
frei. [2025] |
| Typ: |
Karsthöhle
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| Licht: | Taschenlampe mitbringen |
| Dimension: | Wanderweg: L=1.8 km, VR=200 m, D=1 h. |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: | Kaiser-Max-Grotte, Tel: +43-. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1484 | Kaiser Maximilian I in der Höhle gefangen. |
| 1936 | Holzstatue von Kaiser Maximilian I. vom Bildhauer Johannes Obleitner erschaffen. |
| 2015 | Grottensteig Wanderweg renoviert. |
Es ist nicht einfach, die Kaiser-Max-Grotte zu besuchen, da sie sich inmitten einer senkrechten Felswand namens Martinswand befindet, 200 m über dem Talboden. Kaiser Maximilian I. von Österreich musste dies erfahren, als er auf der Jagd war und den Weg nach unten nicht mehr fand. Also blieb er mehrere Tage in der Höhle und genoss die spektakuläre Aussicht auf das Inntal, die Stadt Innsbruck und die Stubaier Bergkette im Süden, bis er schließlich gerettet wurde. Offensichtlich war das noch vor der Zeit der Mobiltelefone. Und so kam die Höhle zu ihrem Namen:
Kaiser Maximilian I. war ein leidenschaftlicher Jäger und liebte besonders die Gamsjagd.
Als er eines Tages hierherkam, um zu jagen, verlor er den Weg und konnte weder vorwärts noch rückwärts gehen.
Er war in der Martinswand gefangen und wartete in der Grotte auf Hilfe.
Er verbrachte zwei Tage hier.
Der Legende nach hat das Dorf am Fuße der Martinswand seinen Namen von diesem Ereignis.
Als der Kaiser um Hilfe bat, sagte er: „Wenns denn nur kematen“ („Wenn sie nur kommen würden“).
So erhielt das Dorf seinen heutigen Namen Kematen.
Kaiser Maximilian wurde schließlich nach zwei Tagen von einem Bauernjungen gerettet.
Als er jedoch in Sicherheit war, verschwand der Bauernjunge einfach, und man glaubte, ein Schutzengel habe den Kaiser gerettet.
Zur Erinnerung an seine Rettung ließ der Kaiser das große Kreuz in der Grotte errichten.
Von diesem Tag an wurde die Höhle Kaiser-Maximilian-Grotte genannt.
Heute verfügt die Höhle über ein Geländer, zwei riesige Kreuze und Bänke für müde Besucher. Es ist auch unklar, wie viel von der Höhle natürlich ist und wie viel in die Wand gegraben wurde. Einer Version der Legende zufolge war Maximilian I. auf einem schmalen Felsvorsprung in der Wand gefangen und ordnete die Schaffung der Höhle an, um an seine Rettung zu erinnern. Sie ist besonders am späten Nachmittag sehr beliebt. Auch Kletterer frequentieren sie, da hier eine ziemlich schwierige Kletterroute vom Fuß der Klippe endet.
Heute gibt es einen bequemen Wanderweg, der den Zugang zur Höhle ermöglicht. Ausgangspunkt ist die Rotkreuzstation am Ortsrand von Zirl. Von hier führt eine Schotterstraße zum riesigen Kalksteinbruch von Plattner & Co Kalkwerk. Der Weg wurde am Berghang oberhalb des Steinbruchs angelegt und nach weniger als 2 km erreicht man die Kaiser-Max-Grotte. Der Weg wurde erst vor wenigen Jahren modernisiert, ist recht breit und verfügt über Geländer und Stahlseile entlang der Wand, die für Sicherheit sorgen. Er erfordert keine Bergsteigerkenntnisse, aber Trittsicherheit, keine Höhenangst und ein kurzes Seil und ein Karabiner zur Sicherheit sind sehr zu empfehlen.