Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen


Der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen ist, wie der Name schon sagt, sowohl ein Naturpark als auch ein Geopark. Die Eisenwurzen sind ein Teil der Kalkvoralpen im Dreiländereck Niederösterreich (Mostviertel), Oberösterreich (Traunviertel) und der Steiermark. Dies ist ein Gebiet mit Eisenerzvorkommen, in erster Linie natürlich im Ort Eisenerz aber auch an anderen Orten. Außerdem ist das Gebiet traditionell für Eisenverarbeitng bekannt, nicht nur die Verhüttung, sondern auch das gießen und schmieden in Alltagsgegenstände. Daraus ergab sich die Eisenstraße, eine Erlebnisstraße der Tourismusregion, die historischen Bergbau, Eisenindustrie und den für Schmelzöfen und Verhüttung notwendigen Holz- und Forstwirtschaft vermittelt. Die Eisenstraße hat über 100 Stationen. Der Geopark überlappt geografisch und thematisch mit diesen anderen Einrichtungen, ist aber auf den Steirischen Anteil begrenzt.

Die geologischen Themen des Geoparks sind alle aus dem Bereich Nördliche Kalkalpen, die Gesteine sind Sedimente die im Erdmittelalter, ab 253 Ma, abgelagert wurden. Kalk und Dolomit entstanden in der Trias, als sich der Meeresboden 45 Ma kontinuierlich absenkte, was durch die Ablagerung der Kalkreste von Algen und von Meerestieren ausgeglichen wurde. Im Reiflinger Kalk (240 Ma) gibt es zudem einen Anteil von Kieselskeletten von Strahltieren und Meeresschwämmen, diese wurden aufgelöst und umgelagert und formten so Hornstein. In der Jurazeit begann der Zerfall von Pangaea und es gab tiefe und seichte Meeresabschnitte mit unterschiedlichen Sedimentgesteinen. Das zweite große Thema ist die Orogenese der Alpen. Große Abschnitte des Kalks bewegten sich nach Norden und übereinander, man spricht von Decken. Das dritte große Thema ist die Eiszeit, oder besser das Eiszeitalter. Davon sind besonders die letzten 800.000 Jahre, mit der Bildung und dem Abschmelzen von Gletschern, deren Schmelzwasser das Gestein erodierten und Klammen einschnitten.

Geschichte

1996 Park gegründet.
2002 als Europäischer Geopark ausgezeichnet.
2004 Mitglied im Netzwerk von „Global Geopark“.
2015 Anerkennung zum UNESCO Global Geopark.