Donnersbachklamm


Touristische Informationen:

Ort: Gasthof Leitner, Erlsberg 80, 8953 Donnersbach.
Der Wanderweg beginnt am Gasthof Leitner, 500 m von der Schlucht entfernt. Die Straße nach Donnersbach Au führt direkt zum Eingang der Schlucht, es gibt jedoch keinen Parkplatz.
(47.462279, 14.122957)
Öffnungszeiten: MAI bis OKT keine Einschränkungen.
Auf den Spuren der Holzfäller: Mitte MAI bis Mitte OKT Do 9:30 Uhr.
[2025]
Eintrittspreise: frei.
[2025]
Typ: GeologyKlamm
Licht: nicht notwendig
Dimension:  
Führungen: selbstgeführt, D=2.5 h.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein, steile Holztreppen mit unebenen Stufen
Literatur:  
Adresse: Gasthof-Pension Leitner, Erlsberg 80, 8953 Donnersbach, Tel: +43-3683-2267. E-mail:
Tourismusverband Bergregion Grimming, Irdning 220, 8952 Irdning, Tel: +43-3683-23999.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.

Geschichte

1936 Triftweg für die Öffentlichkeit freigegeben.
1961 Letzter Holztransport durch die Schlucht.
1962 Rechen zum Sammeln der Balken am unteren Ende entfernt.
1982 Wege wiederhergestellt.
1991 Zum Naturdenkmal erklärt.

Bemerkungen

Die Donnersbachklamm ist eine Klamm in der Nähe der Stadt Donnersbach. Der Name Donnersbach ist wohl abgeleitet von „donnernder Bach” und eine Refernz auf die Klamm mit ihrem Wildwasser.

Das Tal ist V-förmig und wurde für die Trift von Holz genutzt. Trift ist ein alter Ausdruck, der mit Treiben übersetzt werden kann und den Transport von Holz mit Hilfe von Wasser bezeichnet. Die Bäume wurden in den bewaldeten Tälern rund um Donnersbach gefällt und zu den Bächen transportiert. Manchmal wurde das Wasser aufgestaut, und wenn die Dämme geöffnet wurden, transportierte die Flut das Holz das Tal hinunter. Hier wurde die Trift während der Hochwasserperiode im Frühjahr durchgeführt, wenn riesige Mengen Schmelzwasser die Schlucht hinunterflossen. Während der Trift blieben die Stämme oft zwischen Felsen stecken, sodass es notwendig war, den Transport zu überwachen und Blockaden zu beseitigen. Zu diesem Zweck wurde ein Holzsteg durch den engen Teil der Schlucht gebaut. Er wurde mit Geländern gesichert und bereits 1936, als die Trift noch betrieben wurde, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Triftbetrieb wurde 1961 eingestellt.

Der Eintritt zur Schlucht ist kostenlos und es gibt keine Öffnungszeiten, aber im Winter und bei schlechtem Wetter ist sie geschlossen, da ein Besuch zu gefährlich ist. Der Eingang zur Schlucht befindet sich an der Straße von Donnersbach nach Au, aber an der schmalen Straße gibt es keine Parkmöglichkeiten. Deshalb beginnt der Weg am Gasthof Leitner, wo Sie Ihr Auto parken können. Siegfried Leitner, der Wirt, war seit der Renovierung der Wanderwege im Jahr 1982 der Verwalter der Schlucht. Es gab geführte Touren durch die Schlucht namens „Auf den Spuren der Holzfäller”, auf denen er die Geologie, Geschichte und Natur der Schlucht erklärte. Leider führt er diese aus Altersgründen nicht mehr, allerdings gibt es auf der Homepage des Gasthofs eine virtuelle Tour, die sehr gelungen ist. Der Weg ist nicht schwer zu finden, man folgt der Straße bis zum Eingang der Klamm, durchquert die Klamm, geht dann rechts hoch zur Straße und kehrt auf dieser zurück.

Die Schlucht entstand durch die enormen Mengen an Schmelzwasser, die durch das Abschmelzen der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren entstanden sind. Die Felsen bestehen aus Quarzphyllit, einem relativ weichen Gestein, sodass die Erosion zumindest für geologische Verhältnisse extrem schnell voranschritt. Das Gebiet gehört zum Gebirgsmassiv der Niederen Tauern, die Teil der kristallinen Zentralalpen sind.