| Ort: |
Raufen 3, 9821 Obervellach.
(46.940190, 13.185120) |
| Öffnungszeiten: |
Groppensteinschlucht: MAI täglich 10-16. JUN bis mid-SEP täglich 9-17. Mid-SEP bis mid-OKT täglich 10-16. Rabischschlucht: Mid-MAI bis OKT täglich. Bei Sturm und starkem Regen geschlossen. [2025] |
| Eintrittspreise: |
Groppensteinschlucht: Erwachsene EUR 9, Kinder (6-15) EUR 6, Kinder (0-5) frei, Studenten EUR 8, Senioren EUR 8. Gruppen (15+): Erwachsene EUR 6, Kinder (6-15) EUR 4. Rabischschlucht: frei. [2025] |
| Typ: |
Klamm
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| Licht: | nicht notwendig |
| Dimension: | L=5.5 km, VR=550 m. |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Groppenstein- und Rabisch-Schlucht, Raufen 3, 9821 Obervellach, Tel: +43-4782-32122.
E-mail: Tourismusbüro Obervellach, 9821 Obervellach, Tel: +43-4782-2510. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 188? | Wanderwege im unteren Teil der Groppensteinschlucht, angelegt vom Deutschen Alpenverein, Sektion Hannover. |
| 1926 | Groppensteinschlucht unter Verwaltung der DAV-Sektion Hagen. |
| 2011 | Hochweg im oberen Teil der Groppensteinschlucht angelegt. |
Die Groppenstein- und Rabisch-Schlucht, oder besser gesagt die Groppensteinschlucht und die Rabisch-Schlucht, sind zwei Schluchten, die die beiden Nationalparkgemeinden Mallnitz und Obervellach verbinden und zusammen den längsten Schluchtwanderweg Kärntens bilden. Die Schluchten sind zusammen 5,5 km lang, haben einen Höhenunterschied von 550 m und bis zu 30 m hohe Wasserfälle. Mit dem Bus können Sie zurück zum Eingang in Obervellach fahren. Es gibt auch eine Rundwanderung, die 13 km lang ist und einen Höhenunterschied von insgesamt 1.100 m aufweist, was einer Gehzeit von etwa 4,5 Stunden entspricht. Die Schluchten werden auch Sinnesschluchten genannt und begeistern mit romantischen Gerölllandschaften und fantastischen Wasserfällen. Die Schluchten befinden sich unterhalb der malerischen Burg Groppenstein. Da die Wanderung sehr einfach, aber lang ist, wird sie auch als familienfreundlich bezeichnet.
Gleich zu Beginn gibt es eine Reihe von Kolke (
Strudeltöpfe) im Fluss, die sehr beeindruckend sind.
In der Nähe befindet sich eine Brücke, über die der Weg den Fluss überquert, dann steigt er zum Aussichtspunkt auf den Großen Groppensteiner Fall (50 m hoch) an.
Der Weg steigt weiter an, bis er oberhalb des oberen Endes des Wasserfalls angekommen ist, und führt dann weiter durch die Schlucht, die hier ziemlich eng ist.
Am Ende dieses Abschnitts wurde der Weg entlang einer Felswand hoch über dem Fluss angelegt, um zum nächsten Wasserfall, dem Zechnerfall (40 m hoch), aufzusteigen.
Hier besteht die Möglichkeit, mit einem Zwischenstopp bei der Burg Groppenstein zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Dies ist die kürzeste Möglichkeit für eine Schluchtwanderung.
Der Weg entlang des Flusses führt zur verlassenen Gaststätte Zur Guten Quelle und nach Durchqueren des Weilers Lassach erreicht man die Rabischschlucht. Sie ist tief in einen alten Felssturz eingeschnitten. Nachdem der Einsturz das Tal blockiert hatte, musste sich der Mallnitzbach ein neues Bett suchen, indem er sich in das lose Material des Felssturzes grub. Die zweite Schlucht endet beim Hotel Alpengarten in Mallnitz. Von dort sind es nur wenige Minuten bis zur Haltestelle Rabisch des Nationalpark-Wanderbusses. Es ist auch möglich, auf der anderen Straßenseite entlang des Hangs zurückzuwandern. Der Weg ist fast horizontal, sodass er mit der Vertiefung des Tals immer spektakulärere Ausblicke bietet. Er endet am Himmelbauer-Almgasthof. Insgesamt gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Kombinationen.
Wie die meisten Schluchten in den Alpen wurde auch diese Schlucht Ende des 19. Jahrhunderts erstmals für den Tourismus erschlossen. Ende der 1880er Jahre baute der Deutsche Alpenverein Sektion Hannover (DAV) die ersten Höhenwege im unteren Teil der Schlucht. Diese wurden jedoch mehrmals durch Hochwasser oder Steinschlag zerstört. Später übernahm die ÖAV-Sektion Mallnitz den oberen Teil, die Rabischschlucht. Der untere Teil, die Groppensteinschlucht, wurde der ÖAV-Sektion Mölltal übertragen, die ihn 1926 an die DAV-Sektion Hagen abtrat. Es war durchaus üblich, dass deutsche Alpinisten Hütten und Wanderwege bauten und manchmal sogar Schluchten in Österreich erschlossen, da Deutschland außer einem halben Dutzend Gipfeln am nördlichen Rand eigentlich keinen Teil der Alpen hat. Die Hütten wurden auf freiwilliger Basis von den Mitgliedern gebaut und boten diesen eine günstige Unterkunft, was bis heute so geblieben ist. Beide Organisationen, ÖAV und DAV, akzeptieren die Mitgliedskarten der jeweils anderen Organisation für Ermäßigungen.