| Ort: |
At Hohentauern.
A9 bis Trieben oder über die S36 bis Judenburg. (47.447542, 14.465871) |
| Öffnungszeiten: |
Fels- und Höhlenwelt:
MAY bis OCT täglich 10-17.
Je nach Schneelage.
Bergbaustube: Ganzjährig Mi 15-17 und nach der Vereinbarung. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Fels- und Höhlenwelt selbstgeführt: Erwachsene EUR 5, Kinder EUR 3, Familien EUR 12. geführt: Erwachsene EUR 8, Kinder EUR 5, Familien EUR 20. Bergbaustube Erwachsene EUR 5, Kinder EUR 3, Familien EUR 12. [2007] |
| Typ: |
Magnesit
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: |
Fritz Ebner, Walter Prochaska (2001):
Die Magnesitlagerstätte Sunk/Hohentauern und ihr geologischer Rahmen
Joannea Geologie und Paläontologie.
researchgate
pdf
Karl-Heinz Krisch (2009): Geschichte des Magnesitbergbaues Hohentauern, res montanarum 46/2009, S. 101-110. pdf Alois Leitner (2001): Zur Volkskultur des Magnesitbergbaues Hohentauern/Sunk, Joannea Geol. Paläont 3: S. 45–62 (2001). pdf pdf Karl-Heinz Krisch (2001): Die Geschichte vom Bruch im Sunk Joannea Geol. Paläont 3: S. 5–43 pdf Fritz Ebner & Walter Prochaska (2001): Die Magnesitlagerstätte Sunk/Hohentauern und ihr geologischer Rahmen Joannea Geol. Paläont 3: S. 63–103 pdf |
| Adresse: |
Naturerlebnispark Hohentauern Betriebs GmbH & Co KG, Tauernstrasse 39b, 8785 Hohentauern, Tel: +43-3618-204-0.
Bergbaustube, Gemeindehaus, 8785 Hohentauern, Tel: +43-3618-325. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1641 | erste urkundliche Erwähnung, “schwartz und weiß gesprängtem steijrisch- oder klagenfurthischem Märbelstein” für den Stephansdom in Wien bestellt. |
| 19. Jahrhunderts | Steigerung des Absatzes durch die Industrielle Revolution. |
| 1907 | Errichtung eines eigenen Verarbeitungsbetriebes in Trieben. |
| 1910 | Verarbeitungsbetrieb nimmt den Betrieb auf. |
| 1941 | Bergsturz im Bergwerk führt zur Schließung einiger Abbaue. |
| 16-OKT-1944 | Luftangriff auf die Werksanlagen in Trieben, der schwere Schäden anrichtete. |
| 1945 | Bergbau in kleinem Rahmen wieder aufgenommen. |
| 1947 | Verarbeitung in Trieben wieder aufgenommen. |
| 1991 | Bergwerk von der Radex-Heraklith Industriebeteiligungs AG mehrheitlich übernommen und kurz darauf geschlossen. |
| 2002 | Schaubergwerk eröffnet. |
| 2013 | Bergbau von STYROMAG wieder aufgenommen. |
Die Gesteine der Berge bestehen überwiegend aus klastisch beeinflussten marinen Karbonatgesteinen aus der Steilbachgraben Formation (Visé, 333-346 Ma) im Karbon. Dies ist die Veitscher Decke der Grauwackenzone, und diese ist auch die Typlokalität des „Typus Veitsch“ Lagerstättentyps. Der Magnesit wurde in der Kreide durch die alpidische Orogenese tektonische und metamorph überprägt in Grünschieferfazies. Im Tertiär folgte eine weitere intensive Bruchtektonik. Die Lagerstätte besteht aus Spatmagnesit, meist Pinolitmagnesit. Man kann grob drei Lager unterscheiden, die Liegendbank, Mittelbank, und Hangendbank genannt werden, was einfach ihre Lage zueinander beschreibt. In dem Magnesit treten auch Gangvererzungen auf, die jungalpidische Sulfiderze wie Fahlerz, Kupferkies, und Pyrit enthalten. Außerdem findet man Talk und Graphit.
Die Frage, wie sich der Magnetit gebildet hat, ist bis heute nicht geklärt. Inzwischen kristallisieren sich zumindest zwei kontroverse Theorien heraus. Die erste geht von einer synsedimentären bis frühdiagenetischen Magnesitbildung aus. Die zweite ist die einer epigenetisch/metasomatischen Magnesitbildung.
Der Magnesitstollen Hohentauern ist ein ehemaliges Bergwerk in dem kleinen Dorf Hohentauern, das sich auf dem berühmten gleichnamigen Bergrücken befindet. Der Name Thauern ist keltischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Paß, also ein Übergang im Gebirge. Der Ort Hohentauern liegt auf 1.274 m ü.A. und ist das höchstgelegene Dorf in den österreichischen Alpen. Der bereits vor mehr als 2000 Jahren für die Kelten wichtige Handelsweg am "Triebener Tauern" ist wohl der Anlaß für den keltischen Themenpark. Unter dem Namen Naturerlebnispark Hohentauern "Keltenberg" bietet er viele Informationen und Aktivitäten rund um das tägliche Leben der Kelten. Das ist vorwiegend ein Freilichtmuseum mit der Rekonstruktion eines Pfahlbaudorfs aus der Keltenzeit und der Erlbenispfad "WasserWeg". Am Ende dieses Weges erreicht man das Restaurant Magnesitbuffet und die Fels- und Höhlenwelt.
Das Bergwerk ist berühmt für seine Kuppel, die mit glitzernden Magnesitkristallen bedeckt ist. Unter Tage gibt es auch eine Mineralienausstellung. Die Kuppel ist auf einer selbst geführten oder geführten Tour durch einen langen Stollen zu erreichen. Tatsächlich sind aber das Büffet und die Rutsche wohl viel wichtiger, das Bergwerk wird als Höhle bezeichnet und es ist wenig über den Bergbau zu erfahren. Lohnend ist der Besuch aber allemal, allerdings wäre ein anderer Besuch zuvor wichtiger, um die Grundlagen dafür zu schaffen.
Wenn Sie sich also für den Bergbau interessieren, gibt es die Bergbaustube, ein kleines Museum im Zentrum von Hohentauern, das jedoch nicht zum Themenpark gehört. Es ist ein Montanmuseum der ARGE-SUNK und befindet sich im Erdgeschoß des Gemeindehaus Hohentauern. Dieser Verein besteht aus ehemaligen Knappen unter der Leitung von Dr. Alois Leitner. Das Museum soll die Geschichte der Bergmänner bewahren. Mit verschiedenen Ausstellungsstücken, Bildern und Dokumenten vermittelt die Bergbaustube die Geschichte und die Abbaumethoden in Hohentauern.
Der Bergbau in Sunk bei Trieben begann wohl 17. Jahrhundert, und zuerst wurde der Magnesit vor allem als Rohmaterial für Bildhauer gewonnen. Auch wurde der Pignolitstein bei der Wiederherstellung des Stiftes Admont verwendet, nach dem katastrophalen Brand von 1865. Das wandelte sich jedoch gegen Ende des 19. Jahrhunderts dramatisch, als der Bedarf an feuerfesten Gesteinen für Hochöfen und Bessemer-Birnen dramatisch anstieg. Die industrielle Revolution brauchte Stahl und Eisen, die Produktion erforderte feuerfestes Gestein. Doch erst 1907 wurde der Magnesitabbau durch die Errichtung eines eigenen Verarbeitungsbetriebes in Trieben auf eine großindustrielle Ebene gehoben. Es wurden sechs Schachtöfen erbaut und eine Seilbahn. Die neuen Anlagen wurden 1910 fertiggestellt und nahmen den Betrieb auf. pDer allgemeine Absatzrückgang nach dem Ersten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise führten zwar zu einem Rückgang der Produktion, aber bereits 1937 hatte sie sich wieder erholt.
Interessant ist noch der Name Sunk, der tatsächlich eine Variante von Sinke oder Bachschwinde ist. Obwohl die Karbonatgesteine verkarstet sind, handelt es sich hier jedoch nicht um eine Karsterscheinung. Ein Bergsturz hatte den Sunkbach abgesperrt, worauf dieser sich unter dem Geröll einen Durchgang gegraben hat. Das muss man wohl als Erosionshöhle bezeichnen.
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Fels- und HöhlenWelt, offizielle Website (besucht: 30-JAN-2026)
Mineralienatlas - Hohentauern (besucht: 30-JAN-2026)
Magnesite deposit, Sunk, Hohentauern
(besucht: 30-JAN-2026)
Montanmuseum der ARGE-SUNK (besucht: 30-JAN-2026)
Magnesitbergbau - Trieben/Sunk (besucht: 30-JAN-2026)