Bergbaumuseum Karl-Schacht


Touristische Informationen:

Ort: Karlschacht 1, 8580 Rosental an der Kainach.
(47.0552118, 15.1055464)
Öffnungszeiten: MAI bis OKT nach Voranmeldung.
[2025]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 6, Kinder (6-14) EUR 3, Kinder (0-5) frei, Studenten (-26) EUR 3, Senioren (65+) EUR 5, Familien (2+*) EUR 12.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 5, Kinder (6-14) EUR 2,50.
[2025]
Typ: MineBraunkohle
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit: nein
Literatur: Ernst Lasnik (2012): Voitsberg - Porträt einer Stadt und ihrer Umgebung Band 1. Stadtgemeinde Voitsberg, Voitsberg 2012, S. 193, 279–282.
Adresse: Bergbaumuseum Karl-Schacht, Karlschacht 1, 8580 Rosental an der Kainach, Tel: +43-3142-22242-13.
Gemeinde Rosental a.d Kainach, Hauptstraße 85, 8582 Rosental, Tel: +43-3142-222-42. E-mail:
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Geschichte

1762 Beginn des Bergbaues als Anton Weidinger im Voitsberger Revier Schurfbaue eröffnete.
1768 Weidinger übergibt die Gruben an die Steinkohlen-Rektifikations-Sozietät.
1857 die Tregister Kohlenbergbau-Gesellschaft und die I. Voitsberger Kohlenwerke AG gründen das Voitsberger Bergrevier.
14-DEZ-1969 Tagbau Karl-Schacht I durch einen großen Erdrutsch vernichtet.
06-JUL-1990 Grube Karl-Schacht III geschlossen.
2004 Ende der Braunkohle Förderung der GKB-Bergbau GmbH im Tagbau Oberdorf-Bärnbach.
2010 die Gemeinde Rosental an der Kainach beschließt ein Bergbaumuseum einzurichten.

Geologie


Bemerkungen

Am Karlschacht gibt es ein Museum das auch als Bergbaumuseum Karlschacht oder Bergbaumuseum Karl-Schacht bekannt ist. In der Oststeiermark gibt es Braunkohle, die im Tagebau gefördert wurde und untertägig abgebaut wurde. Der Braunkohleabbau endete im September 2004 als im „Tagbau Oberdorf-Bärnbach“ der GKB-Bergbau GmbH der Abbau endete. Der Kohlebergbau gab länger als 250 Jahre lang tausenden Menschen Arbeit und Brot.

Das Bergbaumuseum wurde im Bereich des ehemaligen Schachthauses der Kohlengrube Karl-Schacht III eingerichtet. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 300 m² wird die Entwicklung der Abbautechniken erklärt. Es begann mit reiner Handarbeit im frühen 19. Jahrhundert. Später ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit Dampfkraft betriebene Fördermaschinen und Pumpen, und die Eisenbahn als Transportmittel eingesetzt. Moderne Untertageabbautechniken und Großmaschinen wie Eimerketten- und Schaufelradbagger wurden in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Daneben werden die sozialen und volkskundlichen Aspekte des bergbaus erläutert. Auf sind vor allem die großen Maschinen der letzten Abbauphase zu sehen. Das Highlight des Freilichtmuseums ist ein 86 Tonnen schwerer Menck-Grubenbagger.

Als Beginn des Bergbaues in der Gegend um Voitsberg wird das Jahr 1762 angenommen, in dem Anton Weidinger im Schurfbaue eröffnete. Doch er war nicht erfolgreich, weil das Geschäft mit der Kohle zu dieser Zeit schlecht lief, und so übergab er die Gruben bereits 1768 der Steinkohlen-Rektifikations-Sozietät. Auch diese konnte sich nicht lange halten und die Gruben kamen an Privatpersonen, die Kohle für den Eigenbedarf abbauten. Dadurch gab es eine sehr große Zahl sehr kleiner Gruben, und ab 1840 gab es Bestrebungen, sie zu vereinen, doch 1857 gab es immer noch 37 selbstständige Grubenbesitzer. In diesem Jahr wurde durch die Tregister Kohlenbergbau-Gesellschaft und die I. Voitsberger Kohlenwerke AG das Voitsberger Bergrevier gebildet.

Der Karl-Schacht mit seinen drei verschiedenen Schachtanlagen sowie dem großen Tagbau gehört zu den größten und bekanntesten Kohlengruben der Steiermark. Diese Lagerstätte wurde etwa 150 Jahre lang abgebaut und dabei mehr als 62 Millionen Tonnen hochwertige Braunkohle gewonnen.