| Ort: |
Mühlbach am Hochkönig.
(47.377271, 13.127474) |
| Öffnungszeiten: |
Museum: MAI bis JUN Mi-Fr 13-17. JUL bis AUG Di-Fr 12:30-17. SEP Mi-Fr 13-17. OKT Do, Fr 13-17. Last entry 1 h before closing. Schaustollen: MAI bis JUN Mi-Fr 14. JUL bis AUG Di-Fr 14, 15:30. SEP Mi-Fr 14. OKT Do, Fr 14. Feldbahn: MAI bis OKT Do während der Stollenführung. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Museum:
Erwachsene EUR 7, Kinder EUR 3,50, Studenten EUR 3,50. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 6. Schaustollen: Erwachsene EUR 8, Kinder EUR 4,50, Studenten EUR 4,50. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 7. Beide: Erwachsene EUR 12, Kinder EUR 6, Studenten EUR 6. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 10. [2026] |
| Typ: |
Kupfer
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| Licht: |
Elektrisches Licht
Ältester Bergbau
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| Dimension: | |
| Führungen: |
Museum selbstgeführt, andere geführt.
Audioguides:
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| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Bergbau- und Heimatmuseum Mühlbach, Mühlbach am Hochkönig 237, 5505 Mühlbach am Hochkönig, Tel: +43-676-7733182, Tel: +43-6467-7235.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 2000 v. Chr. | Beginn der Bergbauaktivitäten. |
| 1827 | Erz wiederentdeckt. |
| 1829 | Beginn der historischen Bergbauaktivitäten. |
| 30-JUN-1977 | Bergwerk geschlossen. |
Das Bergbau- und Heimatmuseum Mühlbach ist ein Museum über die 4.000-jährige Bergbaugeschichte in Mühlbach. Es befindet sich im ehemaligen Knappenheim in Mühlbach am Hochkönig. Knappe ist in der österreichischen Bergmannssprache die Bezeichnung für einen Bergmann, das Haus diente den Bergleuten als Massenquartier.
Die Ausstellung beginnt mit dem prähistorischen Bergbau, dessen Überreste in archäologischen Ausgrabungen in der Gegend gefunden wurden. Der Bergbau begann um 2 000 v.Chr. und dauerte über die Bronzezeit bis etwa 800 v.Chr. Inzwischen wurden über 190 Schmelzplätze in der Gegend nachgewiesenen, die ältesten am Götschenberg in Bischofshofen. Teil der Ausstellung ist die Himmelsscheibe von Nebra. Die ausgestellte Scheibe ist eine Nachbildung, das Original befindet sich in Halle. Sie wird hier ausgestellt, weil das für ihre Herstellung verwendete Kupfer aus diesem Bergwerk stammt. Dies ergab die radiologische und chemische Untersuchung der Metalle. Das belegt sowohl einen recht weiten Transport und Handel als auch das Alter des lokalen Bergbaus. Um 800 v.Chr. beginnt die Hallstadtzeit, auch die ältere Eisenzeit genannt, und der Bergbau verlagerte sich offensichtlich auf Eisenerz. Deshalb wurde der Kupferbergbau hier eingestellt.
Der historische Bergbau in Mühlbach begann 1827 mit der Wiederentdeckung des Erzes. Nach der Legende führte die Suche nach einem verlorenen Brotlaib dazu, dass Kupferkiesstücken gefunden wurden, worauf der wieder auflebte. Ab 1829 wurde Kupfer in großem Stil abgebaut, das Bergwerk war eines der größten Kupferbergwerke Mitteleuropas. Dieses Mal wurde der Bergbau in den 1970er Jahren eingestellt, weil der Weltmarkpreis für Kupfer so stark fiel, dass es nicht mehr profitabel betrieben werden konnte. Die Abteilung zum historischen Bergbau zeigt Lampen, Werkzeuge und Erinnerungsstücke der Bergleute. Es gibt eine Sammlung von Gezähe, dem Bergmannsbegriff für Hammer und Meißel. Es war das grundlegende Werkzeug für den Bergbau, wobei der Meißel mit einer Hand gehalten und mit der anderen Hand mit dem Hammer geschlagen wurde. Je nach Gestein konnte der Bergmann den Stollen pro Tag etwa 1 cm vorantreiben. Allerdings sind diese hier kaum relevant gewesen, der Bergbau im 19. Jahrhuindert verwendete bereits Sprengstoff. Eine Ausstellung über Sprengstoffe zeigt die Entwicklung des Bergbaus mithilfe moderner Sprengtechniken. Es gibt mehrere Werkzeuge, die die Besucher in die Hand nehmen können, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Außerdem gibt es eine große Sammlung von Grubenlampen, von den frühen Öllampen, die Frosch genannt wurden, bis hin zu elektrischen Lampen. Ein Raum ist der Geologie und Mineralogie gewidmet, dort gibt es eine Ausstellung mit Erzen und Mineralien aus dem Mitterberger Bergbaurevier. Und schließlich gibt es eine Ausstellung über Uranmineralien, einschließlich eines Geigerzählers.
Das Museum verfügt auch über einen Raum für Wechselausstellungen. Derzeit ist dort eine Ausstellung zu sehen, die nichts mit Bergbau zu tun hat, sondern sich mit der Entwicklung des Skisports und dem berühmtesten Sportler der Stadt, dem Skispringer Sepp „Buwi” Bradl, befasst. Im Außenbereich gibt es eine Freiluftausstellung mit großen Maschinen, darunter eine Grubenbahn mit Lokomotive und Wagen.
Der Erlebnisschaustollen Johanna-Stollen ist ein Stollen in der Nähe, der für Besucher zugänglich gemacht wurde. An den Tagen, an denen das Museum geöffnet ist, gibt es auch eine Führung durch diesen Stollen. Die Führung beginnt am Museum. Der Stollen ist mit einer Breite von etwa 2 m und einer Höhe von 2,5 m recht groß und wurde zu einem unterirdischen Bergbaumuseum umgebaut. Die Ausstellung umfasst 15 Stationen zum Thema Bergbau, Bohr-, Spreng- und Fördertechnik des größten Kupferreviers der Ostalpen, dem „Mitterberg“ in Mühlbach am Hochkönig. Wichtige Stationen sind der Bohrhammer, die Bohrmaschine zum Bohren der Löcher für den Sprengstoff, die Sprengsimulation und die Kinderklopfstation, an der Kinder das gesprengte Erz mit Hämmern zerkleinern mussten. Es gibt auch eine Station, an der die alte Methode erklärt wird, das Gestein mit Feuer und kaltem Wasser zu schwächen.
Eine dritte Sehenswürdigkeit ist der Bergbaulehrpfad, der gut ausgeschildert ist. Die Stationen entlang dieses Weges sind Pingen (alte Tagebaustätten) und eingestürzte Bergwerke. Die Stationen sind im Buch Mühlbacher Wanderführer beschrieben. Einmal pro Woche findet eine kostenlose, geführte Wanderung statt.
Es gibt auch eine Grubenbahn, die allerdings Feldbahn genannt wird. 35 Jahre nach der Stilllegung des Bergwerks wurde die Bahn restauriert. Ein Dieselmotor zieht Wagen mit Sitzen, die früher dazu dienten, die Bergleute zu ihrem Arbeitsplatz zu bringen. Die Bahn fährt auf einer 150 m langen Strecke an der Oberfläche, sodass der Spaß tatsächlich wetterabhängig ist.
Der Stollen und die Grubenbahn wurden 2022 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, sind aner inzwischen wieder geöffnet. Im Winter 2025/26 wurde das Museum selbst rundum renoviert und modernisiert. Ob der neue Name Kupfer-Bergbaumuseum Mühlbach am Hochkönig auch Teil der Erneuerung ist wissen wir allerdings nicht.