Eisenacher Drachenschlucht


Touristische Informationen:

Ort: Südlich von Eisenach, im Mariental.
(50.945556, 10.308056)
Öffnungszeiten: frei zugänlich.
Bei Eisbildung im Winter geschlossen.
[2020]
Eintrittspreise: frei.
[2020]
Typ: ExplainKlamm
Licht: nicht notwendig
Dimension: L=200 m, W=0.70 m, H=10 m.
Führungen: n/a
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur: Heinrich Weigel (1993): Der Naturlehrpfad »Dr. Gottlob König« bei Eisenach Eisenacher Hefte, Nr. 3. Eisenacher Bild- und Schriftverlag, Eisenach 1993, DNB 947469737
Adresse: Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH, Markt 24, 99817 Eisenach, Tel: +49-3691-79230. E-mail:
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.

Geschichte

1832 durch Oberforstrat Gottlob König für Spaziergänger passierbar gemacht und in Drachenschlucht umbenannt.
1850 Mariental entwickelt sich zur Villenkolonie und zum Erholungsgebiet der Eisenacher.
1879 Hotel Sophienaue erbaut.
1897 Straßenbahnlinie bis zum Eingang der Drachenschlucht.
1961 Naturschutzgebiet Wartburg-Hohe Sonne mit der NSG-Nr. 29 ausgewiesen.
1977 Drachenschlucht, Landgrafenschlucht und einige Grotten in der Nähe als geologische Naturdenkmale unter Schutz gestellt.
2015 Naturschutzgebiet Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne ausgewiesen.

Bemerkungen

Die Drachenschlucht ist wohl die spektakulärste Klamm in Mitteldeutschland. Auf 200 m zieht sie sich durch den Fels und ist dabei an der engsten Stelle lediglich 70 cm breit. Am Boden der 10 m tiefen Schlucht fließt der Quellbach, deshalb wurde 1832 darüber ein hölzerner Bohlenweg erbaut. Dieser wurde jedoch immer wieder beschädigt, vor allem durch die Esibildungen im Winter, deshalb wurde er 2009 durch Gitterroste aus robustem Kunststoff ersetzt.

Die Drachenschlucht wurde 2015 mit dem Naturschutzgebiet Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne geschützt. Tatsächlich war sie jedoch bereits 1961 durch die DDR als NSG-Nr. 29 Wartburg-Hohe Sonne ausgewiesen worden. Allerding sind im neuen NSG auch die Landgrafenschlucht und die Ludwigsklamm geschützt.

Die Schlucht ist ein ganz besonderes Biotop mit gleich zwei außergewöhnlichn Mikroklimata. Feuchtkühle Täler und trockenwarme Verhältnisse entlang sonniger Felsen sorgen für einen Reichturm an Tieren und Pflanzen. Seltene Arten aus den Gruppen der Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Käfer sowie zahlreiche Farne, Moose und Flechten kommen hier vor. Der Schluchtwald in der Drachenschlucht ist eine Sonderform des bodensauren Eichen-Buchen-Walds.