Felslabyrinth Langenhennersdorf

Sandsteinlabyrinth


Touristische Informationen:

Ort: Hohe Straße, Staatsstraße S 169 zwischen Langenhennersdorf Forsthaus und Rosenthal OT Bielatal.
Navi: Harald-Schurz-Weg, 01816 Langenhennersdorf
(50.887917, 14.031829)
Öffnungszeiten: frei zugänglich.
[2021]
Eintrittspreise: frei.
[2021]
Typ: ExplainKlamm
Licht: Taschenlampe hilfreich
Dimension: Ar=3,5 ha.
Führungen: nein
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur:  
Adresse:  
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Geschichte

1826 von Carl Merkel in seinem Reiseführer als Philosophensteine bezeichnet.
15-SEP-1887 In der Zeitschrift Über Berg und Tal Nr.11 des Gebirgsvereines wird erstmalig eine Räumung und Markierung des Labyrinths erwähnt.
1910 In der 10. Auflage von Meinholds Führer wird zum ersten Mal eine Markierung mit durchgehenden Zahlen von 1-30 erwähnt.
1979 als Flächennaturdenkmal ausgewiesen.
2015 Filmaufnahmen für den Märchenfilm Herz aus Stein.

Bemerkungen

Das Felslabyrinth Langenhennersdorf, auch als Sandsteinlabyrinth bekannt, ist eine typische Sandsteinformation des Elbsandsteingebiets. Es befindet sich am westlichen Rand, an der Grenze zum Erzgebirge. Dar Name wurde wohl in der Zeit der Romantik, im 19. Jahrhundert geprägt. Die Felsen sind nur 5 m bis 15 m hoch, bilden aber durch die Erosion ein schwer zu durchschauendes Areal. Die Verwitterung des Sandsteins entlang der Klüfte hat diese nicht nur geweitet, sie hat auch sanduhrförmige Gebilde und kleine Höhlen geschaffen. Die Höhlen bilden sich meist durch die chemische Lösung des kalkreichen Bindemittels und anschließende Erosion des losen Sandes durch Regenwasser und Wind. Für die Besucher wurde erst um 1910 ein nummerierter Weg durch das Labyrinth angelegt, der bei der Orientierung ungemein hilft. In Reiseführern aus dem 19. Jahrhundert wird von einem Besuch abgeraten, insbesondere ohne kundigen Führer.

Das Labyrinth ist vom Wanderparkplatz an der Staatsstraße S 169 zwischen Langenhennersdorf Forsthaus und Rosenthal OT Bielatal leicht erreichbar. Von hier führt ein breiter Weg 500 m bergauf zum Eingang des Labyrinths. Der Fels am Eingang zum Labyrinth heißt Labyrinthwächter und ist als Kletterfelsen freigegeben. Insgesamt führen acht Routen hinauf, die leichteste ist der Alte Weg und hat nach der Sächsischen Schwierigkeitsskala den Schwierigkeitsgrad III. Das Labyrinth ist an zwei Hauptkluftrichtungen in fast rechteckige Türme zerlegt. Diese verlaufen nordwest nach südost sowie nordost nach südwest. Vom Eingang durchquert man das Labyrinth einmal gegen den Uhrzeigersinn. Dabei kommt man an einem Dutzend Naturbrücken, einigen überhängenden Felsen und vier kleinen Höhlen vorbei. Die Namen der einzelnen Felsformationen sind größtenteils neuzeitlich, nur einige Wenige sind aus dem 19. Jahrhundert überliefert worden.

Viele der Klüfte und Höhlen sind eng, der Fels ist feucht und bemoost. Taschenlampen sind durchaus nützlich aber nicht notwendig. Auf jeden Fall sind aber feste Wanderschuhe und alte Kleidung die auch mal dreckig werden darf ratsam. Wir empfehlen zudem Handschuhe und auch Helme sind durchaus hilfreich.