Städtische Sammlungen Freital


Touristische Informationen:

Ort: Altburgk 61, 01705 Freital.
(50.5537305, 11.7159903)
Öffnungszeiten: Ganzjährig Di-Fr 12-16, Sa, So, Fei 10-17.
Geschlossen 25-DEZ, 31-DEZ.
Besucherbergwerk: APR bis OKT Di, DO 13:30, 14:30, 1. So im Monat 11, 12, 13:30, 14:30, 15:30.
[2026]
Eintrittspreise: Museum: Erwachsene EUR 4, Kinder (7-16) EUR 3, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 3, Auszubildende EUR 3, Rentner EUR 3, Behinderte EUR 3, Arbeitslose EUR 3, Familie (2+*) EUR 10.
Besucherbergwerk: Erwachsene EUR 4, Kinder (7-16) EUR 3, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 3, Auszubildende EUR 3, Rentner EUR 3, Behinderte EUR 3, Arbeitslose EUR 3, Familie (2+*) EUR 10.
Kombikarte: Erwachsene EUR 6, Kinder (7-16) EUR 4, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 4, Auszubildende EUR 4, Rentner EUR 4, Behinderte EUR 4, Arbeitslose EUR 4, Familie (2+*) EUR 10.
[2026]
Typ: MineKohle SubterraneaBergwerksreplik
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren: erlaut
Zugänglichkeit: nein
Literatur:  
Adresse: Städtische Sammlungen Freital auf Schloss Burgk, Leiterin: Kristin Gäbler, Altburgk 61, 01705 Freital, Tel: +49-351-6491562. museum@freital.de
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Geschichte

16. Jahrhundert Beginn des Steinkohlenbergbaus.
1819 Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerk gegründet.
1846 Schloss im Stil der Neorenaissance und des romantischen Klassizismus umgestaltet.
1946 Museum der Stadt Freital zieht in das Schloss ein, unter dem Namen ‚Haus der Heimat‘.
1989 Uranerz-Förderung wird wegen Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt.
1990er umfassende Sanierung des Burgker Schlosses.

Geologie


Bemerkungen

Die Städtischen Sammlungen Freital sind ein Museum das auf Schloss Burgk befindet. Dieses Schloss befindet sich in einem Mäander der Saale, doch recht aussergewöhnlich ist die Tatsache, dass es zwischen den Prallhängen erbaut wurde und nicht vorne auf dem Umlaufberg. Das malerische und gut erhaltene Schloss ist einen Besuch wert, die Innenausstattung ist ebenfalls sehr gut erhalten, von der Küche über die Kapelle bis in die Schlafzimmer. Eine wichtige Abteilung ist jedoch der Bergbau, und diese besitzt sogar eine Bergbau-Schauanlage, mit anderen Worten eine Replik eines Stollens. Sie zeigt etwas eher Kurioses aus der Zeit der DDR, nämlich die Uranerz-Gewinnung aus einer Steinkohlen-Lagerstätte.

Die DDR entstand aus der Sowjetischen Besatzungszone. Während der Westen den Marshall-Plan und das Wirtschaftswunder hatte, musste die DDR Reparationszahlungen an die Sowjetunion leisten, und zwar primär in Form von Uran für die Waffen des Kalten Krieges. Die Firma, die dieses Uran im ganzen Land abbaute, hatte den Decknamen Wismut. Die meisten Uranlager waren in den polymetallischen Gängen des Erzegbirges zu finden, aber auch im Harz. Dass hier im Thüringer Schiefergebirge ebenfalls Uran gefunden wurde, ist sehr außergewöhnlich. Die Kohlevorkommen in den Schiefergesteinen dieses Gebiets sind jedoch eher klein. Die Kohle wurde ausschließlich für den lokalen Bedarf abgebaut, hauptsächlich zum Heizen und Kochen, für Handwerker wie Schmiede und später für den nahegelegenen Hochofen. Dies war von wirtschaftlicher Bedeutung für die ländliche Region, allerdings nie von überregionaler Bedeutung.

Das Besucherbergwerk befindet sich direkt neben dem Schloss, ein Stollen des „Oberen Revier Burgk“. Es demonstriert den Abbau von Kohle vor 200 Jahren. Direkt daneben im Technikgarten werden Bergbaugroßgeräte des 20. Jahrhunderts in einem Freilichtmuseum präsentiert. Dazu gehören natürlich verschiedene Grubenbahnen. Highlight ist eine Teilschnittmaschine aus den 1980er Jahren. Im Schloss ist ergänzend dazu eine Ausstellung zur Industriegeschichte, in der auch die regionale Bergbaugeschichte von der frühen Neuzeit bis Mitte der 20. Jahrhunderts vorgestellt wird. Das Schloss war im 19. Jahrhundert das Verwaltungszentrum der bedeutenden Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke. Aber auch die Replik einer einfachen Bergmannsstube findet man in einem der zahlreichen Zimmer des Schlosses.