| Ort: |
Zur Grube 100, 35576 Wetzlar.
(50.579629, 8.500513) |
| Öffnungszeiten: |
Nach Vereinbarung. [2026] |
| Eintrittspreise: | |
| Typ: |
Mangan
Kalkstein
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | ja (Oberfläche) |
| Literatur: |
Franz Gareis (o. J.):
Geschichtliche Entwicklung der Grube Malapertus
Biebertal
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| Adresse: |
Grube Malapertus, Zur Grube 100, 35576 Wetzlar, Tel: +49-.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 10-FEB-1852 | Grubenfeld Malapertus zum Abbau von Manganerzen an den Bergwerksunternehmer Philipp Heyl aus Weyer verliehen. |
| 1860 | Beginn der Förderung von Manganerz. |
| 1872 | Grube von den Buderus’schen Eisenwerken erworben. |
| 1912 | Kalkbruch Hermannstein begonnen. |
| 1913 | Manganerzabbau eingestellt. |
| 1923 | Kalkbruch Hermannstein wegen Absatzmangels stillgelegt. |
| 1927 | Manganerzabbau wieder aufgenommen. |
| 1931 | Manganerzabbau auf Grube Malapertus endgültig eingestellt. |
| 1943 | Zur Verwendung als Luftschutzbunker Betontreppe mit 310 Stufen bis auf die „Tiefbausohle“ eingebaut. |
| 1957 | Ende des Kalkabbaus untertage. |
| 1981 | Hochofen stillgelegt. |
| 2003 | Heidelberg Cement AG erwirbt das Zementwerk Buderus. |
| 2010 | Zementwerk stillgelegt. |
| 2011 | Förderverein Grube Malapertus e.V. gegründet. |
Das Gestein hier sind Devonische Kalksteine, die in einem warmen, sauerstoffreichen Meer abgelagert wurden beziehungsweise als Korallenriff entstanden sind. Durch aufsteigende wässrige Lösungen aus dem darunter liegenden Keraporphyr wurde mit dem Kalk auch Eisenoxid abgelagert, das später als die Gesteine angehoben wurden, durch Verwitterung angereichert wurde. Der Kalk verkarstete im Tertiär und Hohlformen wie Dolinen füllten sich mit dem Eisenoxid, Brauneisenerz mit mehr oder weniger Mangan wurde gebildet.
Die Grube Malapertus ist eine Manganerzgrube und Kalkstein Bergwerk das von 1852 bis 2011 betrieben wurde. Der Ursprung des Namens ist unklar, es wird vermutet, dass es die Latinisierung des Flurnamens Fuchslöcher sein sollte. Tatsächlich kann man es wörtlich mit "schlecht durchbohrt" übersetzen. Man spricht auch vom Grubenfeld Malapertus, da es ein größeres Gelände mit Grubengebäuden, zwei Steinbrüchen und eine sogenannte Festhalle einschließt. Die Festhalle wird Tageweise vermietet für Feste bis 80 Personen, dazu gehört auch ein überdachter Grillplatz. Es besitzt die notwendige Infrastruktur für Veranstaltungen.
Nach dem "verleihen" des Abbaurechts 1852 wurden hier ab 1860 bis 1913 kleine Mengen Manganerz gefördert. Eine zweite Abbauphase war von 1927 bis 1931. Der Betreiber, die Firma Buderus, nutzte es wohl als Zuschlagstoff für die Sophienhütte. Ebenfalls als Zuschlagstoff für die Verhüttung wurde Kalkstein abgebaut, bis 1957 im Tiefbau, danach im Steinbruch. Der Förderturm und die Maschinenhalle mit den Maschinen sind erhalten und sind heute ein Industriedenkmal. Das Unternehmen besaß auch ein Zementwerk und nach der Stillegung für des Hochofens 1981 wurde der Kalk vor allem zur Zementherstellung genutzt. Er wurde von den beiden Steinbrüchen Niedergirmes und Hermannstein über eine unterirdische Bandstraße zum Zementwerk transportiert. 2003 erwarb Heidelberg Cement AG das Zementwerk, doch 2011 stellten sie die Produktion am Standort Wetzlar ein.
Das Bergwerk wurde nach der Schließung vom Förderverein Grube Malapertus e.V. übernommen. Sie erhalten das Industriedenkmal, bieten aber derzeit [2026] nur die sogenannte Festhalle für Veranstaltungen an. Führungen werden nur nach Vereinbarung angeboten und nur über Tage, also Förderturm und Maschinenhalle. Die Homepage wird überarbeitet und enthält lediglich Kontaktdaten, aber wir haben den Eindruck gewonnen, dass auch eine unterirdische Führung mittelfristig angeboten werden soll. Wie auch immer, die Grube ist auch als Industriedenkmal sehenswert und wir haben sie deshalb aufgenommen. Der Kalksteinbruch Hermannstein wird durch eine Bauschutt-Deponie verfüllt. Gleichzeitig wird er in Zusammenarbeit mit dem NABU Hessen rekultiviert.
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Grube Malapertus - Wikipedia (visited: 25-JUN-2026)
Grube Malapertus, offizielle Website (visited: 11-JUN-2026)
Grube Malapertus (visited: 25-JUN-2026)
Wetzlar-Niedergirmes, Grube Malapertus (visited: 25-JUN-2026)