Kryptoporticus

Cryptoporticus


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Kryptoportikus, Thessaloniki, Griechenland. Public Domain.
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Kryptoportikus, Thessaloniki, Griechenland. Public Domain.

Ein Kryptoportikus ist eine halb unterirdische Galerie, deren Gewölbe oberirdische Säulengänge trägt. Mit anderen Worten, er war als Untergeschoss für ein anderes Bauwerk gedacht und wurde eigentlich nie als Gebäude betrachtet. Es handelt sich lediglich um eine Technik zur Schaffung eines horizontalen Bodens, auf dem andere Gebäude auf einem abschüssigen Gelände errichtet werden konnten. Das lateinische Wort cryptoporticus kommt von griechisch kryptós (verborgen) und lateinisch porticus (Laufgang). Es handelt sich um eine halb unterirdische Galerie, deren Gewölbe oberirdische Säulengänge stützt. Während Kryptoportiken für ein Forum sehr nützlich waren, wurden sie auch als Fundamente für römische Villen verwendet, die dann basis villae genannt wurden.

Mit anderen Worten: Es handelte sich um eine Art gemeinsames Untergeschoss für eine beliebige Anzahl von Gebäuden, die das Forum umgaben. Das Forum war der zentrale Marktplatz einer jeden römischen Stadt. Ein offener Platz war an drei Seiten von Gebäuden umgeben, bei denen es sich um religiöse Gebäude für die verschiedenen Kulte und andere Infrastruktur handelte. Daher bestand das Untergeschoss in der Regel aus drei geraden Tunneln, die ein U bildeten. Da man keine riesigen Maschinen hatte, um große Mengen von Steinen zu bewegen, baute man Mauern und überdeckte sie mit romanischen Gewölben, auch Tonnengewölbe genannt. Ein solcher Gang benötigt viel weniger Steine und ist stabil genug.

Da das Gelände abschüssig ist, ist auch der Boden in den Tunneln, der im Allgemeinen die ursprüngliche Erdoberfläche darstellt, schräg, Die verschiedenen Tunnel sind also unterschiedlich hoch, und das Ziel war, dass die Oberseite aller drei Tunnel das gleiche Niveau hat. Es gab keine Notwendigkeit für eine bestimmte Höhe, da das Innere nicht genutzt wurde, es war nur ein Fundament. Einige Tunnel hatten im oberen Teil Fenster, die für Licht sorgten, und es gab eine versteckte Treppe in die Struktur, die wahrscheinlich der Wartung oder der Sicherheit diente. Während der Römerzeit wurde er jedoch in aller Regel nicht genutzt, sondern war für die Öffentlichkeit gesperrt.

Manche Kryptoportiken wurden im Mittelalter als Keller, Lagerräume oder Höhlenhäuser genutzt. Einige wurden beim Bau späterer Gebäude zugeschüttet. Einige blieben fast unverändert, da das Forum ein offener Raum war, der ziemlich nützlich war, er blieb oft als Marktplatz und später als öffentlicher Park erhalten.

Literature

  • Edgar Markus Luschin (1998): Cryptoporticus. Zur Entwicklungsgeschichte eines multifunktionalen Baukörpers.
    in: Ergänzungshefte zu den Jahresheften des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien 5, Österreichisches Archäologisches Institut, Wien 2002, ISBN 3-900305-40-4 Zugleich: Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1998). Leseprobe Supplement I
  • Les Cryptoportiques dans l' Architecture Romaine. Colloque international 19.–23. avril 1972. École Française de Rome, Rom 1973, ISBN 2-222-01609-6 (Collection de l'École Française de Rome 14).