| Ort: |
Altes Schulhaus, Schulstraße 7, 83112 Frasdorf.
(47.8023756, 12.2856882) |
| Öffnungszeiten: |
Ganzjährig letzter Sonntag im Monat 16-18. Internationaler Museumstag, Tag des Geotops. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 3, Schüler EUR 2, Kinder EUR 1, Studenten EUR 2, Behinderte EUR 2. [2026] |
| Typ: |
Höhlenkundliches Museum
|
| Licht: |
Elektrisches Licht
|
| Dimension: | |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: |
Klaus Cramer (1955):
Weitere Forschungen im Laubenstein/Zellerhorngebiet (Chiemgau),
Die Höhle Band 6 1955, Seite 26-27.
pdf
Robert Darga, Doris Döppes, Gaëlle Rosendahl, Wilfried Rosendahl (2005): The Neue Laubenstein-Bärenhöhle (NLB), Chiemgau Alps/Bavaria - Results of the palaeontological excavation 2004 In: Neue Forschungen zum Höhlenbären in Europa, Abhandlung Band 45, Sete 65-72, Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg e.V., Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg. ISSN 0077-6149 pdf |
| Adresse: |
Verkehrsbüro Frasdorf, Schulstr. 7, 83112 Frasdorf, Tel: +49-8052-1796-25.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
|
| 1920 | Schlüssellochhöhle von Josef Aiblinger, Florian Aiblinger, Heerespfarrer Stefan Gmeiner und einem Fritz (Nachname unbekannt) erstmals befahren. |
| 1933 | Ernst Göser findet in der Schlüssellochhöhle den Schädel eines adulten männlichen Höhlenbären. |
| 1952 | Beginn der Forschung Laubenstein/Zellerhorngebiet durch Klaus Cramer vom Verein für Höhlenkunde in München e. V. |
| 01-MAY-1997 | Das Museum wurde für die Öffentlichkeit eröffnet. |
| 2003 | Willi-wills-wissen-Folge Wer traut sich rein in dunkle Höhlen? in der Schlüssellochhöhle gedreht. |
Das Frasdorfer Höhlenmuseum existiert schon sehr lange und ist dem Karstgebiet Laubenstein gewidmet. Dieses liegt zwischen Hochries, Spitzstein und Laubenstein in den westlichen Chiemgauer Alpen. Neben zahlreichen Dolinen, Ponoren, und Karrenfeldern besitzt es auch zwei große und viele kleinere Höhlen und das Grubalm-Polje. Das Museum zeigt Fotos, Pläne, Modelle, Videofilme und natürlich alle möglichen Objekte wie Mineralien, Fossilien, Höhlenausrüstung und so weiter. Die Themen des Museums sind generell Geologie, Höhlenerforschung, Flora und Fauna, Höhlenrettung, Umweltschutz und Almwirtschaft.
Die bekannteste Höhle im Laubensteingebiet ist die Schlüssellochhöhle (A=1.275 m NN) die nach dem eindrucksvollen Schlüssellochprofil im Eingangsbereich benannt wurde. Solche Profile sind eigentlich recht häufig, durch die Entwicklung der Höhle entstehen sie fast zwangsläufig. Zuerst ist ein vollständig mit Wasser erfüllter Gang der deshalb auch in alle Richtungen gelöst wird und so ergibt sich automatisch ein kreisförmiges Profil. Sobald der Gang eine Größe erreicht bei der das Wasser den Gang nicht mehr vollständig erfüllt, kann es nur noch unten lösen, weil es die Decke nicht mehr erreicht, es bildet sich eine Art Schlucht am Boden des runden Ganges. Man spricht auch von einer Druckleitungsröhre mit Erosionsgerinne. Derartige Profile sind aber selten so schönes Schlüssellochprofil wie hier, deshalb ist der Besuch dieser Höhle auch sehr beliebt. Sie ist 1870 Meter lang und besitzt einen erheblichen Höhenunterschied von 156 m. Deshalb erfordert der Besuch Kletterausrüstung und sollte ausschließlich durch Höhlenforscher bzw. in einer Gruppe mit Höhlenführern erfolgen. Eine weitere bekannte Höhle ist die Große Spielberghöhle, die große Höhenunterschiede aufweist, in den ersten Jahren der Erforschung war sie wohl kurzzeitig die eine der tiefsten deutschen Höhlen. Aber wie immer sind solche Superlative relativ kurzlebig. Eine wichtige Fundstelle von fossilen Höhlenbären Knochen ist die Neue Laubenstein‑Bärenhöhle (NLB). Die Knochen wurden auf ein Alter von bis zu 36.000 Jahren datiert. Der erste Höhlenbärenschädel der 1933 in der Schlüssellochhöhle gefunden wurde ist im Museum zu sehen, wie auch diverse andere Funde.
Das Museum wurde in den 80er Jahren von den Höhlenforschern aus Frasdorf und München eingerichtet, die seit den 1920er Jahren dieses Karstgebiet erforscht hatten, um ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu vermitteln. Offiziell eröffnet wurde es allerdings erst 1997. Es befindet sich im Alten Schulhaus in der Schulstraße 7 in Frasdorf. Im gleichen Gebäude befindet sich auch das Dorfmuseum, ein Heimatmuseum das gemeinsam mit dem Höhlenkundlichen Museum geöffnet ist. Es wird deshalb inzwischen als Höhlen- und Dorfmuseum Frasdorf bezeichnet, aber auch der Name Höhlenmuseum Frasdorf wird benutzt. Zudem befindet sich im gleichen Gebäude das Verkehrsbüro Frasdorf, über das Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten gebucht werden können.
Wer gerne Bergwandert kann sich das Laubensteingebiet anschauen, es gibt auch Wanderrouten auf Komoot und anderen Portalen. Natürlich sind die vielfältigen Oberflächenformen frei zugänglich und sehr lohnend. Auch die Besichtigung des Eingangsbereichs der Schlüssellochhöhle mit dem namensgebenden Schlüssellochprofil ist relativ leicht möglich. Bitte beachten Sie die grundlegenden Regeln für eine sichere Höhlenbefahrung.
Search Duck Duck Go for "Höhlenmuseum Frasdorf"
Google Earth Placemark
OpenStreetMap
Höhlenmuseum mit Dorfmuseum Frasdorf (besucht: 22-JAN-2026)
Höhlen- und Dorfmuseum (besucht: 22-JAN-2026)
Frasdorfer Höhlenmuseum und Dorfmuseum (besucht: 22-JAN-2026)
Höhlenmuseum mit Dorfmuseum (besucht: 22-JAN-2026)
Dorf- und Höhlenmuseum (besucht: 22-JAN-2026)
Eine visuelle Höhlenexkursion in die Schlüssellochhöhle im Laubensteingebiet (visited: 19-APR-2026)