Bergbaumuseum Hall


Touristische Informationen:

Ort: Bergbaumuseum, Fürstengasse 2, 6060 Hall in Tirol.
(47.2810992, 11.5078192)
Öffnungszeiten: Ganzjährig Mo, Do, Sa 11:30.
[2025]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 6, Kinder EUR 3.
Groups EUR 100.
[2025]
Typ: SubterraneaBergbaumuseen MineSalz SubterraneaBergwerksreplik
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension:  
Führungen: D=1 h, Max=20.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur:  
Adresse: Bergbaumuseum Hall, Fürstengasse 2, 6060 Hall in Tirol.
Hall-Wattens Tourismus, Unterer Stadtplatz 19, 6060 Hall in Tirol, Tel: +43-5223-455440. E-mail:
Anita Töchterle-Graber, Unterer Stadtplatz 19, A-6060 Hall in Tirol, Tel: +43-5223-45544-23. E-mail:
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Geschichte

~1270 Erster Untertage-Bergbau in der Region.
1303 Gründung einer Halle für den Salzabbau.
1926–1929 Gründung des ersten Bergbaumuseums.
1967 Schließung des Salzbergwerks.
1967 Eröffnung des Museums im ehemaligen Bergwerksgebäude „Schmalzwaage”.
1999 Zerstörung der Herrenhäuser durch eine Lawine.

Geologie

Bemerkungen

Das Salzbergwerk von Hall wurde 1967 nach mehr als 800 Jahren Salzabbau geschlossen. Die ältesten Dokumente, die den Salzabbau im Halltal beschreiben, stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt Hall ist nach dem Salz benannt, denn der Begriff „Hall” bedeutet in der alten keltischen Sprache „Salz” und war im Mittelalter noch im Mittelhochdeutschen gebräuchlich.

Der Salzabbau im Halltal begann im Mittelalter. Zunächst wurde Sole aus Brunnen gekocht, dann begann um 1270 der Untertagebau. Aber auch hier wurde das Salz durch Auflösen gewonnen. Frisches Wasser wurde in die Stollen geleitet, wo es das Salz im Gestein auflöste, dann wurde die Sole in Holzrohren und Kanälen zur Saline in Hall geleitet. In der Saline wurde die Sole gekocht, bis das Wasser verdunstet war und nur noch reines weißes Salz übrig blieb.

Die Stadt Hall wurde 1303 für den Salzabbau gegründet und ist eine frühe Bergbaustadt. Im Mittelalter wurde sie durch das Salz reich. In den 1920er Jahren versuchte die Stadt, sich zu einem Kurort zu entwickeln, indem sie die Sole für medizinische Behandlungen nutzte. Der Salzabbau war bereits rückläufig, und die Stadt versuchte, eine zweite Einnahmequelle zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde 1926 das Bergbaumuseum gegründet und 1929 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es sollte den Kurgästen Unterhaltung bieten und ihnen die lokale Bergbaugeschichte näherbringen. Allerdings lief das Kurbad nie besonders gut, was zum Teil auf den Zweiten Weltkrieg zurückzuführen war, und Mitte der 1960er Jahre wurde es zusammen mit dem Bergwerk geschlossen. Die Stadt, die 1934 in Solbad Hall umbenannt worden war, erhielt 1974 ihren früheren Namen zurück.

Das Bergbaumuseum Hall befindet sich im historischen Zentrum der Stadt, in dem Gebäude namens Schmalzwaage. Dieses Gebäude wurde von der Salinenverwaltung zur Lagerung von Lebensmitteln genutzt, die Teil des Lohns der Bergleute waren. Das Museum verfügt über ein künstliches Bergwerk mit Stollen, Schächten und sogar der für die örtlichen Salzbergwerke typischen Rutsche. Die Holzrutschen wurden verwendet, um innerhalb des Bergwerks sehr schnell die Ebenen zu wechseln. Der Ort, an dem das Salz durch Wasser aufgelöst wurde, wird Sumpf genannt und ist ebenfalls zu sehen. Das Museum verfügt außerdem über eine Ausstellung mit Bergbauwerkzeugen, eine Mineralienausstellung und eine Fossilienausstellung.