Wildschönauer Schaubergwerk


Touristische Informationen:

Ort: Wildschönau.
E60 Ausfahrt Wörgl, rechts auf B171 Richtung Stadtzentrum, links auf Straße nach Wildschönau. In Wildschönau rechts nach Thierbach. An der Gemeindestraße Sauluag zwischen Thierbach und Kundl.
(47.4305617, 11.9723899)
Öffnungszeiten: geschlossen.
[2023]
Eintrittspreise: geschlossen.
[2023]
Typ: MineSilber
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension: T=9 °C.
Führungen: D=30 min, Max=15.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit: nein
Literatur: Dr. Petra Streng (2016): Schaubergwerk Lehenlan - In der Wildschönauer Stollenwelt Museum des Monats Mai 2016, Land Tirol. pdf
Adresse: Verein Wildschönauer Schaubergwerk, 6313 Wildschönau–Thierbach, Cell: +43-5339-2777. E-mail:
Peter Weißbacher, Tel: +43-5339-2700. E-mail:
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Geschichte

1790 Beginn des Bergbaus.
1861 Schließung des Bergwerks.
1991 Eröffnung als Schaubergwerk.
2023 Schaubergwerk geschlossen.

Geologie

Bemerkungen

Dieses Schaubergwerk heißt Wildschönauer Schaubergwerk, zumindest steht es so auf dem Holzschild über dem Stolleneingang. Leider ist es auch noch unter diversen anderen Namen bekannt, was leicht zu Verwechslungen führen kann. Diese sind Schaubergwerk Wildschönau, Bergwerk Wildschönau Thierbach, Silberbergwerk Lehenlahn und Schaubergwerk Thierbach-Lehenlahn. Das Schild am Fußweg zum Schaubergwerk treibt es jedoch auf die Spitze, da steht Wildschönauer Schaubergwerk Thierbach Lehenlahn. Die Namen Erlebnisbergwerk Lehenlahn und Erlebnisbergwerk Thierbach scheinen inzwischen kaum noch verwendet zu werden. Das "Erlebnisbergwerk" geht wohl darauf zurück, dass es eine spezielle Ausstellung für Kinder und entsprechende Veranstaltungen wie Märchenstunden für Kinder gibt. Die Bergwerksführung legt generell den Schwerpunkt auf Unterhaltung, Informationen über den Bergbau bilden nur das Rückgrat.

Das Schaubergwerk wurde vom gemeinnützigen Verein Wildschönauer Schaubergwerk betrieben. Doch obwohl sie die ersten Coronajahre gut bewältigt haben, wurde das Schaubergwerk danach wegen Personalmangel geschlossen. Die Einträge für das Schaubergwerk sind von den Websites der Gemeinde und den Tourismusportalen verschwunden, die offizielle Website des Schaubergwerks ist verschwunden. Soweit wir wissen, ist es dauerhaft geschlossen. Trotzdem wollen wir die folgende Beschreibung unverändert beibehalten.


Das Wildschönauer Schaubergwerk bietet verschiedene Attraktionen, wie mittelalterliche Stollen, Informationen über die Arbeit und das Leben der Bergleute, Ausstellungen mit Gezähe (Bergbauwerkzeuge) und verschiedenen Bergbautechniken. Es gibt jedoch eine beeindruckende Ausstellung über Tiroler Mineralien und Halbedelsteine, die vom berühmten Mineraliensammler Walter Ungerank zusammengestellt wurde. Sie umfasst Mineralien wie Bergkristall, Zillertaler Granat, Malachit, Azurit und Breunerit.

Von etwa 1450 bis 1861 war die Wildschönau der östlichste Teil des einst weltberühmten Schwazer Bergbaugebiets. Schwaz ist auch ein Schaubergwerk, das sich im Inntal, 20 km südwestlich, befindet. In diesem Gebiet gab es zahlreiche Erzvorkommen und viele kleine Bergwerke. Sogenannte Arzschnüffler (Erzsucher) untersuchten überall in den Bergen nach verwertbarem Erz. Im Gebiet zwischen Schwaz und Wörgl suchten bis zu 22.000 Bergleute nach „Fahlerz” (Silber und Kupfer). Die Bergwerke prägten 400 Jahre lang das Leben der Talbewohner.

Vor den Stollen trennten ältere Menschen und Kinder in provisorischen Hütten mit Scheidhämmern das schwere Erz vom umgebenden Gestein. Größere Bergwerke verfügten über einen Arzpocher (Stampfmühle), der von einem Wasserrad angetrieben wurde. Anschließend wurde das Erz in Ledersäcken von den Bergwerken zu den Öfen in Brixlegg und Kundl (Kundler Ofen) transportiert. Im Winter war der Transport mit Schlitten einfacher und wurde bevorzugt, aber auch Träger, Handwinden, Lasttiere oder Pferdewagen kamen zum Einsatz. Für die Verwendung in den Schmelzöfen wurde auf die gleiche Weise auch Holzkohle aus der Wildschönau angeliefert.