Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern


Touristische Informationen:

Ort: Hammerherrenschloss, Theuern.
(49.386396, 11.910738)
Öffnungszeiten: APR bis Mitte DEZ Di-Sa 9-17, So, Fei 10-17.
Außenstellen: APR bis Mitte DEZ Sa 9-17, So, Fei 10-17.
[2022]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 2, Kinder (6-16) EUR 1, Studenten EUR 1.50, Schwerbehinderte EUR 1.50.
Gruppen (20+): Erwachsene EUR 1.50, Kinder (6-16) EUR 1.
Führung EUR 30.
[2022]
Typ: MineEisen
Licht: LightBeleuchtung mit Glühlampen
Dimension:  
Führungen: nein
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit:  
Literatur: Peter Wolf (1991): Regionen im Wandel. Ostbayerns Weg ins technisch-industrielle Zeitalter. Begleitband zur Ausstellung. 142 Seiten. Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Band 26, 1991.
Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum. 600 Jahre Große Hammereinung Katalog zu Ausstellung, 2 Bände. Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Band 12, 1987.
Helmut Wolf : Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern Geowissenschaften. Nr. 12. 1994, S. 367–370. doi:10.2312/GEOWISSENSCHAFTEN.1994.12.367.
Mathias Hensch (2005): Montanarchäologie in der Oberpfalz — von der Forschung vergessen?, Berichte der bayerischen Bodendenkmalpflege 43/44, 2002/3 München 2005, pg. 273-288. academia.edu
Adresse: Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Schloss Theuern, Portnerstraße 1, 92245 Kümmersbruck, Tel: +49-9621-39-7930, Fax: +49-9621-37605-832. E-mail:
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Geschichte

1781 Hammerherrenschloss erbaut.
1972 Bergbau- und Industriemuseum gegründet.
1978 Bergbau- und Industriemuseum eröffnet.
1996 Strommuseum Ostbayern eröffnet.

Geologie


Bemerkungen

Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern ist im Hammerherrenschloss in Theuern untergebracht. Seine wichtigste Aufgabe ist die Erforschung, Dokumentation und Präsentation des Bergbaus und der Industrie in Ostbayern. In verschiedenen Räumen werden die Themen berg- und hüttenmännisches Leben, mineralische Rohstoffe, Industrialisierung Ostbayerns, Keramik, Glas und Minerale Ostbayerns behandelt. Außerdem wurden typische Industriedenkmäler der Region nach Theuern verlegt: ein Eisenhammerwerk, ein Glasschleif- und Polierwerk, sowie ein Förderturm mit Maschinenhaus. Das Polierwerk beherbergt seit 1996 das Strommuseum Ostbayern.

Der Förderturm und das Maschinenhaus der ehemaligen Grube Bayerland bei Waldsassen stammen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In diesen Jahrzehten wurde der Abbau in immer größerer Tiefe vorgenomen und deshalb leistungsfähige Fördermaschinen und stabile Schachtgerüste errichtet. Die Fördertürmen in Holzbauweise sind längst zerstört und in dieser Turm in Stahlbautechnik ist wohl einer der letzten erhaltenen.

Aufgrund reicher und leicht abbaubarer Eisenerzvorkommen wurde in der Oberpfalz vor zwei Jahrtausenden mit dem Bergbau und der Eisenverhüttung begonnen. Die wirtschaftliche Blütezeit lag in der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, die Oberpfalz war in dieser Zeit das europäische Eisenzentrum. Grundlage der Eisenindustrie war die Große Hammereinung von 1387, ein Vertrag, der kartellähnliche Züge aufwies. Und so waren die strengen Vorschriften letztlich für den Niedergang der Eisenindustrie verantwortlich. Ein zweiter Aufschwung wurde durch den Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts ausgelöst, als sich in Haidhof, Rosenberg und Amberg eine moderne Eisenindustrie etablierte. Die Erzförderung wurde 1964 eingestellt, und die Region erlebte einen massiven Wandel. Die Amberger Luitpoldhütte stellte das Werk auf einen Gießereibetrieb um. Die weltweite Stahlkrise führte zu einer Verringerung der Produktion der Maxhütte und schließlich 1987 zum Konkurs und zur Schließung der letzten Grube, der Grube Leonie in Auerbach. Im Jahr 1990 wurde der Betrieb unter dem Namen "Neue Maxhütte" weitergeführt, doch im Jahr 2002 stellte die Maxhütte endgültig ihren Betrieb ein.