| Ort: |
Unteres Bohrhaus 1, 78628 Rottweil.
(48.1481785, 8.6484287) |
| Öffnungszeiten: |
MAI bis SEP So, Fei 14:30-17. Führungen 14:45, 16. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 2, Kinder frei. [2026] |
| Typ: |
Salz
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | ja |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Salinenmuseum Unteres Bohrhaus Rottweil, Dominikanermuseum, Tel: +49-741-7662.
E-mail: |
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| 1824 | Saline Wilhelmshall gegründet. |
| 1969 | Saline Wilhelmshall stillgelegt. |
| 1979 | Museum vom Solebadverein Rottweil eröffnet. |
| 2014 | neu konzipierten Ausstellung eröffnet, weitergeführt vom Förderverein Salinenmuseum Rottweil e.V. |
Wie die meisten anderen Salzlager in Deutschland gibt es auch hier Zechsteinsalz, das sich am Grund des Bechkens befand. Durch Salztektonik stieg das Salz an Schwächezonen auf und kam so in die Nähe der Oberfläche. Bei Rotteil erreicht das Salz sogar eine Tiefe von wenig über 100 m und war so auch mit Wasserrädern und den Pumpen des 10. Jahrhunderts förderbar.
Das Salinenmuseum Unteres Bohrhaus Rottweil ist das einzige Museum am oberen Neckar über die Gewinnung von Salz. Diese Region, die zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb liegt, ist geologisch ganz unterschiedlich als diese beiden größeren und bekannteren Regionen. Hier sind wir im Bereich der europäischen Becken und auch Salz ist durchaus abbauwürdig zu finden. Lediglich durch die Tatsache, dass diese Region sehr schmal, also kleinflächig ist, ist zu erklären, dass sie sogar den meisten Schwaben eher unbekannt ist. Insofern schließt dieses Industriemuseum eine wichtige Lücke.
Salz wurde hier ais Sole gewonnen, das Grundwasser löst Salz im Untergrund und tritt in Solequellen aus. Doch bald war die natürliche Sole nicht mehr ausreichend und es wurden Bohrungen abgeteuft. In Rottweil war es am 14. April 1824 eine Tiefenbohrung, die erstmals das Salz erreichte und somit der Auftakt für die Gründung der Saline bildete. Das Salz befand sich in einer Tiefe von nur 114 m und wurde von mit einem Wasserrad angetriebenen Pumpen gefördert. Von den Bohrhäusern gelangte die Sole über hölzerne Deichelleitungen in die Siedehäuser. Die Sole wurde durch Erhitzen zum Kochen gebracht und so eingedampft, dafür gab es große Siedepfannen. Die Saline Wilhelmshall produzierte so in den fast 150 Jahren ihrer Existenz etwa 800 000 Tonnen Salz. Daneben entwickelte sich aber auch eine Bäderkultur in Rotteil.
Das Museum befindet sich im Unteren Bohrhaus, das 1826 erbaut und 1833 an den heutigen Platz versetzt wurde. Diese Bohrungen wurden einfach durchnummeriert. Die Sole stammte aus den benachbarten Bohrhäusern über den Bohrlöchern 7 (1839) und 8 (1849). Beide Bohrlöcher waren bis zur Stillegung der Saline in Betrieb, und auch heute könnte man noch Sole heraufpumpen.
1975 wurde der Solebadverein gegründet, der Geräte und Werkzeuge, Dokumente und Bildmaterial sammelte und das Museum schließlich 1979 eröffnet. Auch die maschinelle Ausstattung des Unteren Bohrhauses wurde wieder hergerichtet. Später löste sich der Solebadverein jedoch auf und das Museum wurde einige Zeit von der Stadt Rottweil weitergeführt. Dann wurde der Förderverein Salinenmuseum Rottweil e. V. gegründet der das Museum nun ehrenamtlich betreibt. Das Museum kann selbstgeführt besichtigt werden, das historische Gebäude ist mit Erläuterungstafeln und vielen Ausstellungsstücken ausgestattet. Daneben werden an Öffnungstagen zwei kostenlose Führungen angeboten, ebenso stehen kostenlose Audioguides zur Verfügung.