| Ort: |
An der Rosenau 2, 59505Bad Sassendorf.
(51.5848774, 8.1654464) |
| Öffnungszeiten: |
Ganzjährig Di-Fr 10-17, Sa, So, Fei 10-18. Geschlossen 01-JAN, Karfreitag, Ostersonntag, 01-MAI, 24-DEZ, 25-DEZ, 31-DEZ. [2026] |
| Eintrittspreise: | Erwachsene EUR |
| Typ: |
Salz
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | |
| Fotografieren: | |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten, An der Rosenau 2, 59505 Bad Sassendorf, Tel: +49-2921-94334-35.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1906 | Sassendorf erhält das Prädikat Bad. |
| 1952 | Ende der Salzproduktion in Bad Sassendorf. |
| 1975 | Bad Sassendorf als Moor- und Sole-Heilbad staatlich anerkannt. |
| 2015 | Museum eröffnet. |
Die Norddeutsche Tiefebene besteht aus etwa 4,5 km Mesozoischen Sedimenten. Durch Beckenbildung kam es in weiten Teilen Europas zu einem Einbruch des Meeres, und in diesen seichten Binnenmeeren wurden verschiedenste Sedimente abgelagert. Die Basis dieser Sedimente ist kristallines Grundgebirge. Darauf befinden sich Gesteine des Zechsteins, der ersten Zeit in der Meerwasser in das neue Becken eindrang. Damals war die Verbindung nicht dauerhaft, Meerwasser drang ein und verdunstete im ariden Kontinentalklima. Es bildeten sich dicke Lager aus Gips, Steinsalz und Kalisalz, diese Sequenz wurde mehrmals übereinander abgelagert.
Viel später, nach einer Phase der Absenkung und Ablagerung, kam es wieder zu einem Aufstieg, das Meer wurde Land, Erosion setzte ein. Durch die Bewegung kam es zur Bildung von Störungen und Störungszonen, die Gesteine bekamen Risse. Salz ist leichter als normales Gestein, zudem ist es unter hohem Druck und Temperatur plastisch, es fing also an zu fließen und aufzusteigen. Dazu nutzte es die Klüfte, und so kam es sowohl zur Bildung von Salzdiapiren an Kluftkreuzen, als auch zu Salzmauern an Störungszonen.
Der Bergbau basiert darauf, dass in der ganzen Norddeutschen Tiefebene salztektonische Strukturen die Oberfläche erreichen. In manchen Fällen werden sie vom Grundwasser erreicht und es bilden sich Solequellen, aus denen durch Verdunsten und Verdampfen Salz gewonnen wurde. In anderen Fällen wurden Schächte abgeteuft und das Salz unterirdisch abgebaut. In der Regel findet man sowohl Steinsalz für den menschlichen Bedarf als auch Kalisalz für Düngerproduktion und die chemische Industrie. Je nachdem welches häufiger vorkommt oder eben verstärkt abgebaut wurde, spricht man entweder von Salzbergwerken oder von Kalibergwerken.
Das Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten ist dem Salzgewinnungsprozess aus Sole gewidmet. Insofern ist es ein Bergbau ohne Bergwerk und damit auch ohne unterirdische Tour. Das Museum befindet sich an der Westfälischen Salzroute in einem 600 Jahre alten Bauernhof, dem Hof Haulle. Bad Sassendorf ist ein sogenanntes Sälzerdorf, ein Dorf, in dem aus Solequellen Salz durch Eindampfen gewonnen wurde.
Auf einer Ausstellungsfläche von über 900 m² wird der Ursprung von Salz und Sole erklärt und wie es zur Kristallstruktur des Salzes kommt. Diese führt zu den typischen kubischen Salzkristallen, was durch eine Glaskonstruktion in Form eines Würfels an der Seite des Gebäudes symbolisiert wird. Auch die Geschichte rund um die Salzgewinnung in der Hellwegregion wird erläutert. Im Obergeschoss wird die Verwendung von Salz und Sole im Alltag vorgestellt. Salz in Lebensmitteln ist ebenso Thema wie das Baden in Sole und der damit verbundene Aufrieb.
Bad Sassendorf bietet Solebaden an, und hat seit 1906 das Prädikat Bad, und seit 1975 ist es als Moor- und Sole-Heilbad staatlich anerkannt. Ein Gradierwerk in der Stadt ist Teil des Bades, die Salzgeschwängerte Luft ist medizinisch wirksam. Ursprünglichwurden Gradierwerke eingesetzt, um die Sole anzureichern. Aber bereits der Vorgänger des aktuellen Gradierwerks wurde erst nach Ende der Salzproduktion erbaut.