Bunker WH-767 “Erlkönig”

Westwallmuseum Beckingen


Touristische Informationen:

Ort: Pfaffenkopfweg, Beckingen.
Am Ende des Pfaffenkopfweges.
(49.384180, 6.703600)
Öffnungszeiten: Bunkerfest am ersten Wochenende im September ganztägig.
[2022]
Eintrittspreise: frei, Spenden willkommen.
[2022]
Typ: TopicWestwall
Licht: LightBeleuchtung mit Glühlampen
Dimension: A=190 m asl.
Führungen:  
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur:  
Adresse: Bunker WH-767 “Erlkönig”, Kultur- und Heimatverein Beckingen e. V., Axel Jungmann, Schäferweg 11, 66701 Beckingen, Tel: +49-6835-4607, Tel: +49-170-83-42-535.
Willi Ehrl, Tel: +49-6835-31-53, Tel: +49-177-47-98-674.
Edi Ehlenz, Tel: +49-6835-92-37-53, Tel: +49-151-51-00-22-17.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
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Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.

Geschichte

OCT-1938 Baubeginn.
1939 Bunker fertiggestellt.

Bemerkungen

Der Bunker WH-767 “Erlkönig” ist Teil des Westwalls. Die Bunker wurden nach Standardplänen erbaut, in diesem Fall Regelbau 114a, mit der höchsten Ausbaustufe „A“. Die Ausbaustufe A bis D bezeichnete die Wandstärke, A entspricht 3,5 m, D entspricht 30 cm. Es handelt sich um einen Hochbunker mit Sechs-Schartenturm des Typs 20P7 der die Bunkerdecke etwa 1,30 m überragt. Die Stahlkuppel wurde bei der Firma Krupp gegossen und hat eine Wandstärke von 255 mm, ein Gewicht von 51 Tonnen, und eine Gesamthöhe von 2,34 m. Der Bunker umfasst eine Fläche von 300 m², ein Volumen von 2000 m³ ist durch 3,5 m dicke Mauern geschützt. Er hat sechs Räume, Gasschleuse, Bereitschaftsraum, Verpflegungsraum, Munitionskammer, Eingangsverteidigung und Gefechtsturm. Der Bunker war Teil des Aachen-Saar-Programm, erbaut ab Oktober 1938. Die zweite Verteidigungslinie zwischen Saarbrücken und Beckingen hatte den Namen Hilgenbach-Stellung.

Der Spitzname des Bunkers ist Erlkönig, der natürlich auf dem berühmten Gedicht basiert. Es handelt von einem Vater, der mit seinem kranken Sohn zum Arzt reitet, aber der Tod ist schneller und sein Sohn stirbt. Solche Namen waren bei den Nazis recht beliebt, dennoch wurde der Bunker nie Erlkönig genannt. Ein Anwohner, Willi Ehrl, entdeckte den verlassenen Bunker und investierte viel Arbeit und Zeit, um ihn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Später übernahm der Kultur- und Heimatverein Beckingen e.V. den Bunker, erhält ihn und macht ihn für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu Ehren von Willi Ehrl benannten sie den Bunker Ehrlkönig, ein Scherz, der sich wohl etwas verselbstständigt hat.

Leider scheint der Verein inzwischen nicht mehr sehr aktiv zu sein, obwohl er noch im Vereinsregister der Gemeinde aufgelistet ist. Die Homepage und die Domain sind deaktiviert, die Facebookseite seit Jahren unverändert, die letzten Beiträge beschäftigen sich ausschließlich mit einer Faschingsveranstaltung. Dennoch scheint einmal im Jahr am ersten Wochenende im September das Bunkerfest stattzufinden. Der Bunker kann ansonsten wohl nur noch nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Das kann allerdings auch eine Auswirkung der Corona-Pandemie sein.