| Ort: |
Burggraben 19, 51429 Bergisch Gladbach.
(50.965036, 7.164416) |
| Öffnungszeiten: |
Ganzjährig Di-Fr 9-14, Sa, So 11-17. Aktuell wegen defekter Elektrik geschlossen. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 3, Kinder (6-16) EUR 1,50. [2026] |
| Typ: |
Blei
Kupfer
Eisen
Zink
Braunkohle
Kalkstein
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | selbstgeführt, D=1-2 h. |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | teilweise, Behinderten-WC, Aufzug im Hauptgebäude |
| Literatur: |
Heinz David,
Das war das Bensberger Erzrevier
Rheinisch-Bergischer Kalender 1980, Bergisch Gladbach o. J., S. 42 ff.
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| Adresse: |
Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, Burggraben 19, 51429 Bergisch Gladbach, Tel: +49-2202-141555.
E-mail: Bergisches Land Touristik GmbH, Tel: +49-2204-19433, Tel: +49-2204-58116. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| ~30 | römischer Bergbau archaeologisch nachgewiesen. |
| 1122 | Kaiser Heinrich V. verleiht der Abtei Siegburg das Recht auf ihrem Besitztum Metallerze abzubauen. |
| 1250 | Erzbischof Konrad von Hochstaden soll Bergbau betrieben haben um Mittel für den Bau des Kölner Doms zu gewinnen. |
| 23-AUG-1512 | erste urkundliche Erwähnung des Bergbaus im Bensberger Erzrevier. |
| 1928 | Museum als Heimatmuseum gegründet. |
| 1970er | Ende des Bergbaus. |
Das Bensberger Erzrevier ist ein Gebiet in den verschiedene Metalle aber auch Braunkohle abgebaut wurden. Die Gangvererzungen in mitteldevonischen Schichten des Rheinischen Schiefergebirges des Bergischen Landes sind polymetallisch, besitzen also eine vielfältige Mischung an Erzen. Nicht alle waren jeweils verarbeitbar. Wichtig war im Mittelalter der Bleiglanz und der hohe Silbergehalt, das Silber wurde direkt in Münzen geprägt. Insgesamt wurde Blei, Kupfer, Eisen, Zink in fast 70 Gruben auf verschiedenen Gängen abgebaut.
Das Gestein ist etwa 350 Ma alt, Sedimente die im Mitteldevon marin abgelagert wurden. Später bei der variszischen Orogenese kam es zur Faltung und auch zur Metamorphose. Dabei einstanden auch Klüfte, durch die heißes Wasser floss. Das Wasser wurde in der Tiefe erhitzt, stieg dadurch nach oben, kühlte ab und floß durch das nun größere Gewicht in anderen Klüften wieder hinunter. Diese Konvektionszellen transportierten eine Vielzahl and Metallen und Mineralien. Durch die Hitze wurden sie in der Tiefe gelöst und fällten oben durch das Abkühlen aus und lagerten sich in den Gängen ab. Schließlich waren die Gänge vollständig mit Erzen und Mineralien gefüllt. Diese Art von Lagerstätte heißt Hydrothermale Ganglagerstätte.
Daneben gab es in der Paffrather Kalkmulde Raseneisenstein, der Abbau war jedoch nicht sehr profitabel. Dennoch gab es auch hier eine Vielzahl von Gruben. Zudem wurde hier auch Kalk abgebaut und gebrannt.
Die Braunkohle ist geologisch deutlich jünger, sie hat sich gebildet als das Gebiet ein tropisches oder Subtropisches Feuchtgebiet war. Die Vegetation baute Torf auf, der dann mit Sedimenten bedecht wurde und eine gewisse Zeit der Inkohlung unterlag. Das Ergebnis ist ein qualitativ eher minderwertige Kohle, die jedoch zum Heizen genutzt werden konnte. Sie wurde kostengünstig in Tagebauen abgebaut.
Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe ist bereits 1928 als Heimatmuseum Bensberg gegründet worden. Es zeigt das Leben in der Region vor etwa 150 Jahren. Das schließt auch den Bergbau ein, der seit den Römern bis in die 1970er betrieben wurde. Bergbaumuseen nehmen wir nur in Ausnahmefällen auf, weil einem Museum der unterirdische Teil fehlt. Dieses Museum hat einen begehbaren unterirdischen Besucherstollen, der allerdings eine Replik ist. Dieser wurde bereits in den 1930er Jahren erbaut und demonstriert viele Aspekte des harten Arbeitsalltags der Bergleute. Die Ausstellungsstücke darin stammen hauptsächlich aus den Gruben Berzelius, Lüderich und Weiß.
Das Heimatmuseum wurde 1928 im Schloss Bensberg eingerichtet, einem ehemaligen Jagdschloß aus dem 18. Jahrhundert. Es war das erste Museum im (damaligen) Kreis Mülheim und befand sich im ehemaligen Waschsaal des bis 1918 als Kadettenanstalt genutzten Bensberger Schlosses. Doch schon bald zog es in das sogenannte Türmchenhaus um, das sich östlich der Burg Bensberg befindet. Hier hatte ab 1929 Richard Zörner das heute noch vorhandene Schaubergwerk eingerichtet. Die Ausstellung aus dem Schloss wurde Zug um Zug nach hier verlagert. Es handelt sich hierbei um ein Ensemble von Gebäuden, die sich an der Straße Burggraben befinden und neben dem Hauptgebäude ist natürlich auch das Freigelände mit seinem Freilichtmuseum Teil des Museums. In etwa 20 Gebäuden werden regionale historische Gewerbezweige wie Papierherstellung, Schmieden von Kupferblech, Gerberei und Sattlerei vorgestellt. Ein Highlight ist das historische Hammerwerk, ebenso die Ausstellung zur Geschichte des Schlosses, die Kulturgeschichte des Bergischen Fachwerkhauses, und die Anfänge des Erzbergbaus im Bergisch Gladbacher Raum.
Bereits nach dem Brand des Vortragssaals 1952, bei dem lokalhistorisch wichtige Gemälde und die wenigen noch vorhandenen barocken Inventarstücken aus dem Schloss Bensberg zerstört wurden, wurde klar, dass konzeptionelle und bauliche Veränderungen nötig waren. Doch erst Ende der 1970 wurden diese realisiert. Das Museum wurde in seinem heutigen Zustand am 11. September 1981 eröffnet. Mehrere der Gebäude sind in die Liste der Baudenkmäler in Bergisch Gladbach eingetragen.
Das Museum ist derzeit leider für Reparaturen geschlossen [2026] weil es Probleme mit dem elektrischen System gibt.
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Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe - Wikipedia (visited: 03-JUN-2026)
Bensberger Erzrevier - Wikipedia (visited: 03-JUN-2026)
Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, offizielle Website (visited: 02-JUN-2026)
Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe (visited: 02-JUN-2026)
Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe (visited: 02-JUN-2026)