Grube Wenzel


Touristische Informationen:

Ort: Frohnbach 19, 77709 Oberwolfach.
A5 Ausfahrt Offenburg 55, B33 nach Hausach, B294 nach Wolfach, links ab nach Oberwolfach, an der Kirche links.
(48.3200203, 8.2053721)
Öffnungszeiten: APR bis SEP Di-So, Fei 11, 13, 15.
Zusätzliche Führungen nach Bedarf.
[2026]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 11, Gästekarte EUR 10, Schüler EUR 8,50, Studenten EUR 8,50, Behinderte EUR 8,50.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 9,50, Schüler EUR 7,50.
[2026]
Typ: MineSilber
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension:
Führungen: Entdecker-Tour: L=1,000 m, D=90 min.
Erlebnis-Tour: L=2,300 m, D=3h, Min=2, Max=5.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur: Gregor Markl (2005): Bergbau und Mineralienhandel im fürstenbergischen Kinzigtal: Wirtschafts- und Sammlungsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeit zwischen 1700 und 1858 Markstein Verlag 2005.
Adresse: Grube Wenzel, Frohnbach 19, 77709 Oberwolfach, Tel: +49-7834-868392. E-mail:
Tourist-Info Oberwolfach, Rathausstr. 1, 77709 Oberwolfach, Tel: +49-7834-838311. E-mail: contact
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Geschichte

1700 erstmals schriftlich erwähnt.
1760 Wiederaufnahme des Abbaus durch den fürstenbergischen Bergschreiber Kapf.
1765 St.-Wenzel-Gewerkschaft gegründet.
1767 Haupterz erreicht.
1771 Tiefstollen begonnen.
1772 Haupterz abgebaut.
1818 Lagerstätte erschöpft.
1823 Abbau eingestellt.
1839-1842 erfolglose Untersuchung durch den Badischen Generalbergwerksverein.
1938-1939 erfolglose Untersuchung.
1996 Untersuchung des Bergwerks als Besucherbergwerk.
1997 Förderverein Besucherbergwerke gegründet.
1999 Beginn des Ausbaus.
2001 Schaubergwerk eröffnet.
2015 nach der Auflösung des Vereins übernimmt die Gemeinde Oberwolfach das Schaubergwerk.

Geologie

Bemerkungen

Die Grube Wenzel war eines der bedeutendsten Bergwerke im Schwarzwald. Bereits 1397 wird eine Bergmanns-Siedlung erwähnt, nicht jedoch das Bergwerk. Das Bergwerk wird 1700 in einem Untersuchungsbericht des sächsischen Bergmeisters Siessen erstmals schriftlich erwähnt. Irgendwann wurde es jedoch wohl ohne größere Ausbeute geschlossen. Die Wiederaufnahme des Abbaus erfolgte 1760 durch den fürstenbergischen Bergschreiber Kapf. 1767 wurde das Haupterz erreicht und innerhalb von fünf Jahren wurden rund drei Tonnen Silber abgebaut. Der Abbau ging danach auf niedrigerem Niveau noch weiter, 1771 wurde der Tiefstollen begonnen. Hier wurde noch eine Tonne Silber, 400 kg Kupfer und 850 kg bleihaltige Produkte abgebaut. Der Abbau wurde jedoch gleichzeitig immer schwieriger und der Ertrag immer kleiner, bis der Abbau 1823 endgültig eingestellt wurde.

Eine Untersuchung durch den Badischen Generalbergwerksverein von 1839 bis 1842 konnte keine bauwürdigen Vererzungen feststellen. Dabei wurden jedoch nochmal 4,5 Tonnen Erz gefördert, die fast 23 kg Silber und 400 kg Blei erbrachten.

Der Ausbau des aufgelassenen Bergwerks als Schaubergwerk beschäftigte einige Einheimische jahrelang. Ein Besuch des Bergwerks mit Vertretern des Bergamtes und des Oberwolfacher Bauhofs ergab eine Abschätzung des Aufwands. Es wurde der Förderverein Besucherbergwerke gegründet der aus Landesmitteln und Mitteln der Gemeinden Wolfach und Oberwolfach finanziert. Ein Vertrag mit dem Eigentümer, dem Fürstlich-Fürstenbergischen Haus, folgte 1999 und es konnte mit dem Ausbau begonnen werden. Das Schaubergwerk wurde nach nur zwei Jahren eröffnet.

Die normale Führung heißt Entdecker-Tour und zeigt etwa 1,000 m der Stollen. Dafür werden die Teilnehmer mit Helm, Kopflampe, Ostfriesennerz und Gummistiefeln ausgestattet. Das macht die Führung recht beliebt bei Kindern, obwohl es doch etwas übertrieben scheint. Es soll wohl die Teilnehmer in den Bergbau einstimmen. Diese Tour erfordert keine Anmeldung, sie wird an allen Öffnungstagen dreimal zu festen Zeiten angeboten. Alle anderen Führungen erforden jedoch eine Anmledung einige Tage vorher. Eine erweiterte Tour ist die Erlebnis-Tour, sie dauert doppelt so lange und beinhaltet Stollen auf verschiedenen Niveaus. Daneben werden verschiedene Veranstaltungen im Bergwerk veranstaltet. Die Genießertouren sind Tastings für Bier, Wein oder Whisky. Daneben werden Kindergeburtstage angeboten. Gruppen und Schulklassen mit besonderen Interessen können zudem auf sie zugeschnittene Führungen erhalten.